Ärzte starten neues Portal für Selbstzahlerleistungen

Presseinformation                                                                                                                                                                     25. Juni 2014

 

Eine Initiative von Ärzten stellt sich der Grauzone im Bereich der Selbstzahlermedizin entgegen: Mit dem Infoportal free-med sollen Patienten ausführlich, transparent und sachlich informiert werden. Im Zentrum des Angebots steht eine Online-Enzyklopädie über Freie Gesundheitsleistungen.  

Die in der Hauptstadt ansässige Ärztliche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention e.V. (ÄGGP) hat mit free-med ein neues Informationsportal ins Leben gerufen. Patienten und Ärzte finden hier kostenlose, transparente und aktuelle Informationen zum Thema Selbstzahlermedizin sowie deren Anbieter. Neu ist, dass diese Informationen – im Gegensatz zum IGeL-Monitor der Krankenkassen – von Ärzten stammen, die diese Leistungen tatsächlich anbieten. Außerdem werden die Leistungen nicht mehr „Individuelle“ sondern „Freie Gesundheitsleistungen“ (FGL) heißen und erst nach einer Zertifizierung online gestellt.

 

wiki-medi Online-Enzyklopädie als Herzstück

 

Zur Zeit beschreiben Ärzte ca. 450 FGL und generieren damit die noch am Anfang stehende Datenbank der wiki-medi Online-Enzyklopädie, einem weiteren Portal der ÄGGP. Hier sind verschiedene Regelwerke eingebaut, die eine Zertifizierung wie die Überprüfung durch ärztliche Berufsverbände und deren Fachgesellschaften ermöglichen. Diese Datenbank wird im free-med Infoportal veröffentlicht und gilt somit als Herzstück des ganzen Projekts.

 

Grosse Probleme – Grosses Potential

 

Trotz aller Appelle und Bemühungen von Bundesärztekammer und  Kassenärztlicher Bundesvereinigung, das IGeL-Boot in geordnete Bahnen zu lenken, hält sich das Bild raffgieriger Abzocker in Weiß in der Öffentlichkeit. Die ÄGGP tritt diesem mit Hilfe der Portale entschieden entgegen. Denn jeder weiß: Gerade im Bereich der Selbstzahlermedizin steckt ein hohes innovatives und zukunftsträchtiges Potential.

Frei zur sofortigen Veröffentlichung. Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

Weiterführende Informationen unter:

www.aeggp.de  www.free-med.net  www.wiki-medi.de

  Ärztliche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention e.V. Bundesplatz 4, 10715 Berlin   Ansprechpartner: Dr. Norbert Panitz 1. Vorsitzender Tel.: 030-85401481 E-Mail: info@aeggp.de

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Die Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien, erweitert ihr Studienangebot

 

 

Die Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien, erweitert ihr Studienangebot

 

Der berufsbegleitende Masterstudiengang „Management im Gesundheitswesen und Gesundheitsökonomie“ der Hochschule Fresenius wird ab September auch an den Standorten Hamburg und München angeboten.

 

Köln. Für Fach- und Führungskräfte aus der Gesundheitswirtschaft erweitert die Hochschule Fresenius das Angebot des berufsbegleitenden Master-Studienganges „Management im Gesundheitswesen und Gesundheitsökonomie.“ Ab September werden die Präsenz- und Prüfungsphasen neben Köln auch an den Standorten der Hochschule Fresenius in Hamburg und München angeboten.

 

Das  Masterstudium richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung. Der FIBAA-akkreditierte Studiengang umfasst sieben Module, die die Studierenden innerhalb von zwei Jahren absolvieren. Zu den Inhalten zählen sowohl Module zur Personalführung und strategischer Unternehmensführung, als auch spezifische Module zu den Themen Qualitäts-, Prozess-, und Kostenmanagement. Zudem umfasst dass Curriculum Themenfelder wie rechtliche Aspekte und Gesundheitsmarketing. Innerhalb der Module Medizincontrolling, Evaluation, Telemedizin und e-Health erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich weitere Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen.

 

Neben den maximal acht Präsenztagen im Semester werden die Inhalte über eine virtuelle Lernplattform und Online-Vorlesungen abends von 20:00 bis 21:30 vermittelt. Durch das Blended-Learning Angebot können die Studierenden jederzeit und überall auf ihre Unterlagen, die Onlinebibliothek und die virtuellen Klassenzimmer zurückgreifen.

 

Das zweijährige Studium wird mit einer Masterthesis abgeschlossen.

 

„Die modulartige Zusammenstellung ist ein großer Pluspunkt des Studiengangs. In jedem Fall vertieft der Master betriebswirtschaftliche Kenntnisse, trägt durch gesundheitsökonomisches und brückenschlagendes Wissen dazu bei, dass Abteilungen besser vernetzt und Kompetenzfelder erweitert werden“, bringt Prof. Dr. Clarissa Kurscheid, Studiendekanin für gesundheitsökonomische Studiengänge an der Hochschule Fresenius, die Vorteile des Studienganges auf den Punkt.

 

Frei zur sofortigen Veröffentlichung. Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

 

Weitere Informationen zu Inhalten, Terminen und Studiengebühren erhalten Interessierte bei der Studiengangskoordinatorin:

Melanie Rittmeier Im MediaPark 4b 50670 Köln Tel.: 0221-973199-706 E-Mail: melanie.rittmeier@hs-fresenius.de  

Über die Hochschule Fresenius    

 

Die Hochschule Fresenius gehört mit mehr als 10.000 Studierenden und Berufsfachschülern zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. 

 

1848 als „Chemisches Laboratorium Fresenius“ gegründet und seit 1971 als staatlich anerkannte Fachhochschule in privater Trägerschaft zugelassen, unterhält die Hochschule Fresenius heute Standorte in Köln, Hamburg, München, Idstein, Frankfurt und Berlin sowie Studienzentren in Düsseldorf, Prag und Zwickau. 2010 erfolgte die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. In den Fachbereichen Chemie & Biologie, Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien sowie Design können hier Ausbildungs-, Studien- und Weiterbildungsangebote wahrgenommen werden. Neben Bachelor- und Masterprogrammen in Vollzeit bieten die vier Fachbereiche mit ihren sieben Schools auch berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius setzt auf eine enge Einheit von Forschung, Lehre und Praxis und forscht in den Fachbereichen Chemie & Biologie (Institute for Analytical Research), Gesundheit & Soziales (Bewegungslabor), Wirtschaft & Medien (Institut für Gesundheitswirtschaft, Medienmanagement Institut, Institut für Energiewirtschaft) sowie Design.

 

Weitere Infos unter: www.hs-fresenius.de

 

Wachstumsbranche Healthcare hat jetzt eigenen Pressedienst

Griesingen 16. Juni 2014

Die Presselandschaft ist für die Medizinbranche sehr heterogen. Neben der Fachpresse verarbeiten auch die Publikums- und Wirtschaftspresse gerne die Meldungen dieser Wachstumsbranche.

Um Marketingfachleuten sowie den Pressesprechern von Unternehmen den direkten Zugang zu den Redakteuren der Presse zu erleichtern hat AGS Medienservice den vermutlich umfangreichsten medizinischen Pressedienst aufgebaut, betont der Initiator der Datenbank Jürgen Bause.

Mit weit über 11.000 Adressen werden via Mail die Redakteure der Medizinpresse, Publikumsmedien,  Hörfunk, TV und zahlreicher Internetmedien über Neuigkeiten aus der Medizin informiert.

Speziell für die pharmazeutische Industrie können medizinische Fachmedien gesondert selektiert werden. Redaktionen werden so mit Informationen versorgt, die den medizinischen Fachkreisen vorbehalten sind.

Über 80 Prozent der Empfänger erhalten die Pressemitteilungen direkt auf Ihren Rechner und müssen nicht gesondert auf Presseportale zugreifen, so der Medizinjournalist Bause.

 

Über AGS: Die Arbeitsgemeinschaft Gesundheit (AGS) und Soziales ist eine Fachagentur im Gesundheitsbereich. Seit über 25 Jahren betreuen Fachjournalisten und PR-Experten medizinische Firmen und Institutionen in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Weitere Informationen über

AGS Medienservice Panoramastrasse 38 89608 Griesingen /b. Ulm Telefon 07391 71817 Telefax 07391 71819 Mail  info@ags-medienservice.de Web www.ags-medienservice.de

Geisterfahrt in der Gesundheitsversorgung befürchtet

Das Ende der Stände wird gefordert  –  von Jürgen Bause

Berlin/Ulm. Die Diskussion über die Erbringung medizinischer Leistungen durch Assistenzpersonal ist nicht neu. Besonders im präklinischen Bereich wird seit Jahren darüber diskutiert, ob qualifiziertes Rettungspersonal ärztliche Leistungen erbringen darf, denn vielfach fehlen Notärzte vor Ort. Entsprechend wurde jetzt auch das Berufsbild des Notfallsanitäters etabliert. In den Kliniken erbringen examinierte Pflegekräfte ständig ärztliche Leistungen, ansonsten würde vielfach die Patientenversorgung zusammenbrechen.

Schwester Agnes

Aufgrund des zu befürchtenden Ärztemangels im niedergelassenen Bereich und in den Kliniken müssen neue Wege gegangen werden. Eine aus meiner Sicht recht kuriose und falsche Entwicklung , ist der Einsatz von Arzthelferinnen mit einer Zusatzqualifikation auf dem Lande, auch als „Schwester Agnes“ bezeichnet. Dieses Modell wurde zwischenzeitlich bundesweit etabliert. In den Regionen, die durch niedergelassene Ärzte schlecht versorgt werden, ist „Schwester Agnes“ im Auftrag ihres Arbeitgebers, dem Hausarzt, tätig um die Patienten zu betreuen. Hier wird examiniertes Pflegepersonal mit medizinischen Fachangestellten gleichgestellt und damit das Berufsbild und die Arbeit des examinierten Pflegepersonals konterkariert. 
Das wird von den Berufsverbänden der Krankenschwestern und Pflegern anscheinend stillschweigend hingenommen.

Fehlendes Fachpersonal

Hoch qualifiziertes Personal wird immer häufiger durch schlechter ausgebildete Kräfte ersetzt. Vielfach werden in Kliniken medizinisch technische Röntgenassistenten durch medizinische Fachangestellte mit Röntgenschein ersetzt. Laborleistungen sind in kleineren Kliniken größtenteils ausgegliedert, so dass an den Wochenenden teilweise wichtige Laboruntersuchungen nicht mehr durchgeführt werden können.

Ein weiteres Problem bei der medizinischen Versorgung ist der Einsatz von Ärzten aus dem Ausland mit teilweise sehr geringen deutschen Sprachkenntnissen. Hier kommt es zwischen Patient und Arzt oft zu Verständigungsproblemen, die besonders im Nacht- und Wochenenddienst zu medizinischen Fehlinterpretationen führen können.

Trotz der Fortschritte in der Medizin, Pharmazie und Medizintechnik steuert die personelle Entwicklung in der medizinischen Versorgung einer Katastrophe entgegen.
Es wird versucht mit teils schlecht ausgebildetem Personal, Lücken in der medizinischen Versorgung zu stopfen.

Das Ende der Stände

Seit kurzem fordern glücklicherweise auch medizinische Experten ein komplettes Umdenken in der Gesundheitsversorgung. Auf dem 4. Zukunftskongress der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement, DGbV, e.V. am 13. Mai 2014 in Berlin forderte der ehemalige Ärztepräsident Dr. med. Ellis Huber „Das Ende der Stände“.

Es sei ein Umdenken in der medizinischen Versorgung der Patienten erforderlich, so der Präventologe und ehemalige Präsident der Ärztekammer Berlin. Huber fordert neben einer frühzeitigen Gesundheitsbildung in den Schulen, die Gesundheitsprävention auszubauen und den Bürger mit entsprechendem Personal beratend zur Seite zu stehen.

Am gleichen Tag fand der 2. Strategiekongress des Bundesverbandes medizinische Versorgungszentren-Gesundheitszentren-Integrierte Versorgung e.V., BMVZ, in Berlin statt. Der Jurist und Mediziner Professor Dr. med. Wolf Rommel von der Mathias Hochschule aus dem westfälischen Rheine, stellte den neuen Studiengang für Medizin-Assistenten vor. Vor Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen unseres Gesundheitswesens erklärte Rommel, dass in Zukunft „Physician Assistenten“ ärztliche Maßnahmen übernehmen könnten. „Je höher die Qualifikation des Personals, je mehr kann der Arzt von seinen ärztlichen Leistungen abgeben“, so der Hochschulprofessor.

In Modellvorhaben nach § 63 Abs. 3c SGB V soll getestet werden, in wie weit Pflegepersonal ärztliche Maßnahmen erbringen kann. Nach dem Substitutionsprinzip hat der Arzt weiterhin die Verantwortung. In den kommenden Jahren werden einige Hochschulen den neuen Berufszweig „Physician Assistant“ anbieten, erklärte Rommel.

Wie die Onlineplattform für Ärzte „journalMED“ am 27. Mai 2014 berichtete, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die neuen Arztassistenten-Studiengänge an den privaten Hochschulen Deutschlands scharf kritisiert. Es drohe mit einer „Subkultur unterhalb des Arztberufes, “eine Zwei-Klassen-Medizin zu entstehen“, so die Vertreter der KBV, berichtet journalMED. Bei der 24. Vertreterversammlung der KV am 26. Mai 2014 lehnten die Delegierten jede Substitution ärztlicher Leistungen durch nichtärztliches akademisiertes Personal ab.

Umdenken bei Ärzten erforderlich

In einem Positionspapier mit dem Titel „Der Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Medizin“ fordert Jürgen Bause ein radikales Umdenken bei der Gesundheitsversorgung der Patienten. 
 Es wird eine Stufenausbildung des Pflegepersonals gefordert. Sie soll analog der Qualifikationen von Pflegekräften in Skandinavien, den USA und anderen westlichen Staaten erfolgen. 
In Deutschland haben wir ein teilweise erhebliches Qualifikationsgefälle in medizinischen Assistenzberufen, so der Fachjournalist und exam. Krankenpfleger. Die Ausbildung des zukünftigen Pflegepersonals muss fundierter werden.

Mehr gesellschaftliche Anerkennung

Der Beruf der examinierten Pflegekraft findet erst langsam eine gesellschaftliche Anerkennung. Bislang gehen große Kreise in unserer Bevölkerung davon aus, dass Krankenpflegepersonal Servicekräfte seien, so Bause. Die Berufsverbände hätten es jahrzehntelang versäumt, dieses Berufsbild mit den verschiedensten Fachqualifikationen in der Öffentlichkeit entsprechend zu etablieren. Ebenso hat es die Politik verschlafen, die Tätigkeit dieses Berufsstandes entsprechend zu honorieren. Man kann nicht alles den Tarifparteien überlassen, so Bause. 
Erst jetzt, wo nach Berechnungen von Experten bis zum Jahr 2020 ca. 300.000 Pflegekräfte in Deutschland fehlen werden, kümmert sich auch die Politik zaghaft um dieses anstehende gesellschaftliche Problem.

Falsche Strukturen binden Personal

Durch entsprechend gut ausgebildetes Personal können Ärzte hervorragend entlastet werden. Bereits im Vorfeld eines Arztgespräches können Untersuchungen durch medizinische Mitarbeiter ergriffen werden

Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Eine Vorreiterrolle haben die skandinavischen Länder eingenommen. Hier werden Patienten zuerst von Krankenschwestern gesichtet, die dann entscheiden, welcher Patient dem Arzt vorgestellt wird. Beispiele aus dem Ausland gibt es viele, sie müssen auf bundesdeutschem Gebiet unseren Gesetzen angepasst  und umgesetzt werden.

Fazit

Die Professionalisierung des med. Assistenzpersonals im Gesundheitswesen muss sich weiter entwickeln. Weiterhin müssen Ärzte Aufgaben mehr delegieren. Nur so wird sich das Gesundheitswesen in Deutschland zukunftsfähig weiter entwickeln können.
Ansonsten begeben wir uns auf eine Geisterfahrt, die alle Bereiche in der Gesundheitsversorgung betreffen werden. Es ist an der Zeit, dass alle Stakeholder und Politiker schnellstmöglichst Rahmenbedingungen schaffen, die eine personelle qualitativ hohe Versorgung – auch zukünftig – der Patienten gewährleisten.
Durch eine attraktive Gestaltung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich und einer erheblich verbesserten finanziellen Vergütung werden sich mehr Menschen für diesen Beruf entscheiden. Bessere Qualifikation des Personals bedeutet auch die Übernahme von mehr Verantwortung, eine bessere Versorgung der Kranken und damit verbunden eine verkürzte Liegezeit in den Kliniken und eine schnellere Genesung und damit eine signifikante Kosteneinsparung. 
Eins steht fest: Das Ende der medizinischen Stände hat begonnen.

Jürgen Bause
Panoramastrasse 38
89608 Griesingen
info@ags-medienservice.de