Händedesinfektion bei Klinikpersonal oft mangelhaft

Die Händedesinfektion in den Krankenhäusern ist nicht nur für das OP-Personal von größter Relevanz. Um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen werden neben dem Stationspersonal auch Besucher und sonstiges Funktionspersonal aufgefordert, die Hände zu desinfizieren. Voraussetzung für einen guten Infektionsschutz ist eine gesunde Haut.

Eine Händedesinfektion schützt vor nosokomialen Infektionen. Den meisten Mitarbeitern in Gesundheitseinrichtungen ist sich dieser Tatsache bewusst. Trotzdem stagniert die Compliance bei rund 50 Prozent! Diese Frage erörterten Hygieneexperten auf einem Mittags-Symposium des Bode Science Center am 10. Juli in Berlin. Um der Verbreitung von nosokomialen Infektionen und MRE vorzubeugen, ist eine intakte Haut unerlässlich, so der Dermatologe Prof. Dr. med. Swen Malte John von der Universität Osnabrück. Die MRSA Kolonisation von Mitarbeitern in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der EU und den USA liegt zusammengenommen bei durchschnittlich 5 Prozent. Bei den 18 Prozent der deutschen Gesundheitsmitarbeiter mit einem Handekzem sind die Hände sogar bis zu 15 mal häufiger mit resistenten Keimen kolonisiert als Personal mit gesunden Hautoberflächen. Der Dermatologe empfiehlt Desinfizieren statt waschen. Eine Hautdesinfektion ist nicht nur wirksamer, sondern auch hautschonender.

50%  der erforderlichen Händedesinfektionen werden in Kliniken nicht durchgeführt.

Ebenso ist auf eine richtige Hautfeuchtigkeit zu achten. Hier hilft die Auswahl des richten alkoholischen Hände-Desinfektionsmittel, so Professor Dr. med. Hans Smola, Hautarzt, Universität Köln. Die Hautfeuchtigkeit erhöht sich nach einer Woche um durchschnittlich 30 Prozent bei der Anwendung von Sterilium classic pure.

Hände wenig waschen – mehr desinfizieren

Damit Handekzeme erst gar nicht auftreten empfiehlt die Leisterin Berufsdermatologie und Handsprechstunde der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig Maximilians-Universität München, PD Dr. Sonja Christine Molin eine regelmäßige Händedesinfektion und so wenig wie möglich waschen und intensiv pflegen.

Nach Ansicht von Professor Dr. Johannes Keller, Leiter der Abteilung Sozialpsychologie der Universität Ulm ist neben dem Wissen und die Bedeutung der Händedesinfektion auch ein angenehmer Duft mit einem guten Hautgefühl bei der Verwendung eines Händedesinfektionsmittels für den Anwender ausschlaggebend.

 

Quelle: Zeitschrift  DESINDACTS, Ausgabe 2/2015, Bode Chemie Hamburg, ISSN 1618-8292

Händedesinfektion bei Klinikpersonal mangelhaft

Die Händedesinfektion in den Krankenhäusern ist nicht nur für das OP-Personal von größter Relevanz. Um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen werden neben dem Stationspersonal auch Besucher und sonstiges Funktionspersonal aufgefordert, die Hände zu desinfizieren. Voraussetzung für einen guten Infektionsschutz ist eine gesunde Haut.

Eine Händedesinfektion schützt vor nosokomialen Infektionen. Den meisten Mitarbeitern in Gesundheitseinrichtungen ist sich dieser Tatsache bewusst. Trotzdem stagniert die Compliance bei rund 50 Prozent! Diese Frage erörterten Hygieneexperten auf einem Mittags-Symposium des Bode Science Center am 10. Juli in Berlin. Um der Verbreitung von nosokomialen Infektionen und MRE vorzubeugen, ist eine intakte Haut unerlässlich, so der Dermatologe Prof. Dr. med. Swen Malte John von der Universität Osnabrück. Die MRSA Kolonisation von Mitarbeitern in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der EU und den USA liegt zusammengenommen bei durchschnittlich 5 Prozent. Bei den 18 Prozent der deutschen Gesundheitsmitarbeiter mit einem Handekzem sind die Hände sogar bis zu 15 mal häufiger mit resistenten Keimen kolonisiert als Personal mit gesunden Hautoberflächen. Der Dermatologe empfiehlt Desinfizieren statt waschen. Eine Hautdesinfektion ist nicht nur wirksamer, sondern auch hautschonender.

50% der erforderlichen Händedesinfektionen werden in Kliniken nicht durchgeführt.

 

Ebenso ist auf eine richtige Hautfeuchtigkeit zu achten. Hier hilft die Auswahl des richten alkoholischen Hände-Desinfektionsmittel, so Professor Dr. med. Hans Smola, Hautarzt, Universität Köln. Die Hautfeuchtigkeit erhöht sich nach einer Woche um durchschnittlich 30 Prozent bei der Anwendung von Sterilium classic pure.

Hände wenig waschen – mehr desinfizieren

Damit Handekzeme erst gar nicht auftreten empfiehlt die Leisterin Berufsdermatologie und Handsprechstunde der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig Maximilians-Universität München, PD Dr. Sonja Christine Molin eine regelmäßige Händedesinfektion und so wenig wie möglich waschen und intensiv pflegen.

Nach Ansicht von Professor Dr. Johannes Keller, Leiter der Abteilung Sozialpsychologie der Universität Ulm ist neben dem Wissen und die Bedeutung der Händedesinfektion auch ein angenehmer Duft mit einem guten Hautgefühl bei der Verwendung eines Händedesinfektionsmittels für den Anwender ausschlaggebend.

 

Quelle: Zeitschrift  DESINFACTS, Ausgabe 2/2015, Bode Chemie Hamburg, ISSN 1618-8292

Jürgen Bause, AGS Medienservice

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Bayer Healthcare Innovationen in der Patientenversorgung

Bayer Healthcare wird in 2016 etwas einführen, das das Zeug dazu hat, eines Tages als Vorbote einer Vertriebs-Revolution bezeichnet zu werden. Offensichtlich gibt es bei Bayer Manager, die wissen, dass Pharma mehr sein muss, als das Abarbeiten eines Vertriebskanals.
Für Bayer Healthcare wird die Patientenversorgung nicht länger eine Einbahnstraße sein. Die Zukunft wird belegen, dass der isolierte Blick in einen Vertriebskanal eine deutlich zu einfache Perspektive ist.
Bayer hat offensichtlich verstanden, dass „healthcare“ mehr ist, als einfach Medikamente zu verkaufen. Der Markt wird Bayers mutigen Schritt hoffentlich belohnen, wenn sie beginnen, den Vertrieb sektoren-übergreifend zu synchronisieren. Ganz im Sinne besserer Therapieergebnisse für Patienten.

Ab 2016 wird Bayer einen gemeinsamen Arzt- und Apotheken-Außendienst einsetzen. In einer Hand und gemeinsam geführt, ausgestattet mit Handwerkszeug, um Synergien zwischen Arzt und Apotheke zu heben. Es wird einer der ersten Versuche dieser Art sein, Ärzte und Apotheker in die Lage zu versetzen, gemeinsam(sic!) Therapieergebnisse zu verbessern erklärt Hanno Wolfram, Geschäftsführer von Innov8 GmbH.

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Hanno Wolfram, CEO, Innov8 GmbH

Diese Meldung hört sich auf den ersten Blick so an, als ob das Rx-Geschäft endlich verstanden hätte, wie wertvoll und bereichernd die Einbeziehung der Apotheke sein kann, wenn es um verbesserte Therapieergebnisse geht. Ist vielleicht endlich ein Rx-Business auf dem Weg, das Thema Patientenzentriertheit zu definieren? Falsch!

Es ist das Bayer-OTC-Geschäft, das eine neue Zeitrechnung öffnet. Der übliche Apotheken-Außendienst wird durch einen gleichgroßen Arztaußendienst ergänzt, der dem Arzt OTC-Produkte näherbringt. Dieser synergistische Ansatz kann von enormem Wert für beide Heilberufsdisziplinen werden. Stellen sie sich vor, da gibt es jemanden von Bayer, dem der Apotheker sagen kann: „Könnten Sie mal dem Doktor sagen, …?“ oder auf der anderen Seite ein Arzt die von Bayer angebotene Hand annimmt, um auf eine bessere oder andere Lösung bei einem Patienten, und dann noch über einen Bayer-Mitarbeiter, hinzuweisen?

Wie wertvoll kann es für einen Patienten damit werden, die Apotheke als das zu nutzen, was sie ist: ein niedrigschwelliger Zugang in das Gesundheitswesen, so Wolfram. Apotheker sehen ihre Patienten oder Kunden meist häufiger als Ärzte. Sie sind auch die einzigen, die einen wirklich umfassenden Blick auf alle Arzneimittel eines Patienten haben, verordnet von allen Fachgruppen und dann noch die selbst dazugekauften. Wenn gewünscht, haben Apotheker auch Zeit zu erläutern, Fragen zu beantworten und Therapie zu unterstützen. Wenn es die Arztrolle ist, über die Befundsuche eine Diagnose zu formulieren, dann ist es die zentrale, synergistische und damit ergänzende Aufgabe des Apothekers, Patienten zu unterstützen, ihre Therapie zu verstehen, umzusetzen und dabei zu bleiben. Hoffentlich sehen dies auch bald Rx-Verantwortliche und setzen mit einem solchen Verfahren auf das magische Thema „Patientenzentriertheit“.

Jürgen Bause

7. Innovationsforum Medizintechnik in Tuttlingen: Medizintechnik als Innovationsmotor: Industrie, Klinik und Forschung besser vernetzen

Presseinformation

Tuttlingen. Medizintechnische Entwicklungen standen im Vordergrund des siebten Innovationsforums für Medizintechnik in der Stadthalle Tuttlingen. Was vor einigen Jahren in einem kleinen Kreis mit rund 50 Teilnehmern begann, hat sich zwischenzeitlich zu einer anerkannten Großveranstaltung gemausert. So konnten die Veranstalter TechnologyMountains, die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Tuttlinger Clusterinitiative MedicalMountains in diesem Jahr bereits über 300 Tagungsteilnehmer der Medizintechnikindustrie und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland begrüßen. Kernthemen waren 3D-Druck, Fertigungsverfahren, Sensorik, Medizintechnik 4.0, Beschichtungen und Hygiene. Über 60 Aussteller begleiteten diese Tagung und standen den Besuchern in den Pausen für persönliche Gespräche zur Verfügung.

„Für alle Beteiligten ist die Vernetzung von Kliniken, Industrie und Forschung ein Gewinn und für uns die treibende Kraft unserer Arbeit“, so Yvonne Glienke, Vorstand der MedicalMountains AG, die die Besucher an dem Tag auch durch das Programm führte. Gerade für die kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet das Innovationsforum im Weltzentrum der Medizintechnik die ideale Plattform, um sich mit Forschern, Entwickler und anderen Unternehmen zu vernetzen und sich über innovative Lösungsansätze zu informieren. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Unternehmen genau diese Art von Veranstaltung suchen, da auf dem Innovationsforum ausnahmslos Fachpublikum vertreten ist und die Qualität der Kontakte äußerst hochwertig ist. Um am Ball zu bleiben ist es für Unternehmen wichtig, über Neuigkeiten in der Branche informiert zu sein, so zum Beispiel über die geplante Medizinprodukteverordnung der EU, aber auch über aktuelle Technologietrends“, so Glienke weiter.

Die Vorträge stießen auf großes Interesse
Die Vorträge stießen auf großes Interesse

Auch im Ausland findet das Innovationsforum immer mehr Interesse. Aussteller und Besucher aus Österreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Frankreich, der Schweiz und sogar aus den USA besuchten diese Veranstaltung. Der Wirtschafts- und Handelsattaché aus Flandern, Bart Boschmans, der eine belgische Delegation bestehend aus mehreren Medizintechnikunternehmen begleitete, zieht ebenfalls eine positive Bilanz: „Die Möglichkeiten sich in einem persönlichen Rahmen mit vielen Firmenvertretern austauschen zu können, sind gerade hier in Tuttlingen hervorragend. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung bildete für uns somit den krönenden Abschluss unserer Reise durch Deutschland.“

Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, zeigt sich ebenfalls begeistert von der zunehmend starken internationalen Teilnahme und begrüßt die zunehmende Internationalisierung des Technologieverbundes TechnologyMountains.

Kontakte zwischen Industrie und Forschung
Kontakte zwischen Industrie und Forschung

Eine intensivere Vernetzung von Kliniken, Forschung und Industrie forderte auch Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch, Direktor des Klinikums der Universität München, denn so können Kooperationen für eine anwendungsorientierte Forschung gebildet und Ideen aus der Klinik technisch umgesetzt werden.

Dass für Krankenhäuser das Thema Medizintechnik 4.0 eine besondere Herausforderung bedeutet, zeigte Univ. Prof. Dr. Ing. Jan Stallkamp vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (PAMB) aus Mannheim in seiner Keynote. So ist die Vernetzung zwischen der digitalen Welt und der Realität, also der Patientenversorgung, wesentlich komplizierter als die industrielle Entwicklung 4.0.

In weiteren spannenden Vorträgen wurden Nanobeschichtungen mit antibakterieller Wirkung, Innovationen für individualisierte Produkte, MID Technologien in der Medizintechnik und neue Verfahren im 3-D-Druck vorgestellt. Die individualisierten Medizinprodukte bekommen einen immer größeren Stellenwert. Orthesen müssen immer kundenspezifischer angepasst werden. Um das zu erreichen sind Simulationen an Funktionsmodellen notwendig.

Dass es mit dieser Veranstaltungsreihe auch in Zukunft weitergehen wird ist für TechnologyMountains-Geschäftsführer Thomas Wolf bereits schon heute klar: „Das Feedback, dass wir bereits unmittelbar auf der Veranstaltung erhalten haben, zeigt uns, dass wir mit diesem Format genau den Nerv der Unternehmen, Institute und Besucher getroffen haben und ich bin stolz, dass wir mit dieser Fachtagung hier in Tuttlingen zwischenzeitlich zum festen Bestandteil im Kalender der Medizintechnikbranche zählen, und das auch über die Region hinaus. Zusammen mit der IHK und der MedicalMountains AG planen wir bereits das nächste Innovationsforum im Oktober kommenden Jahres und konnten schon heute Buchungen und Anfragen für das kommende Jahr entgegennehmen.“

Kontakt:
Medical Mountains
Yvonne Glienke
-Vorstand-
Telefon 07461 9697211
Mail: glienke@medicalmountains.de

Fotos,  Copyright: Sascha Baumann