Magenkeim Helicobacter pylori ist ein Gesundheitsrisiko – erhöhtes Krebsrisiko auch ohne Beschwerden

Gelsenkirchen. Etwa die Hälfte der erwachsenen Menschen sind in Deutschland mit dem Magenkeim Helicobacter pylori (HP) infiziert. Nicht immer kommt es zu Beschwerden wie Magenschmerzen, Unwohlsein, Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder zur Bildung von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulzera).

Auch wenn eine Infektion mit HP keine Beschwerden verursacht erhöht sie das Risiko an Magenkrebs zu erkranken, so die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen(DGVS). Eines der Übertragungswege ist das Schmusen und Küssen der Eltern mit dem Kind, so der Gastroenterologie Priv. Doz. Matthias Banasch St. Elisabeth-Hospital, Abt. Innere Medizin I, Herten auf einer Fachtagung.

Keim ist nicht ungefährlich

Die Betroffenen merken von der Keimbesiedelung durch HP vielfach nichts. Dieser Keim schützt sich selbst durch eine Produktion von Ammoniak vor der Magensäure und kann so in dem Millieu der Magensäure überleben. Erkrankungen des Magens, bis hin zum Magenkrebs können die Folgen sein, wenn der Keim nicht entdeckt wird.

Erst kürzlich wurde eine neue Leitlinie der DGVS zur Beseitigung dieses Magenkeims veröffentlicht. Diese „Eradikationstherapie“ (Beseitigung) des Helicobacter pylori wurde von Wissenschaftlern neu überarbeitet.

Verlässliche Diagnostik

Vor jeder Eradikationstherapie steht allerding die verlässliche Diagnose der Helicobacter pylori Infektion. Ein neuer Atemtest wurde von dem schwedischen Unternehmen Kibion SE® entwickelt .Dieser ist auch in der neuen Leitlinie für Ärzte mit einer „starken Empfehlung“ ausgestattet. Der Diabact UBT Test lässt sich leicht vom Patienten oder vom medizinischen Fachpersonal durchführen. Der Patient  atmet zwei Atemproben in unterschiedliche Röhrchen aus. Anschließend nimmt er eine spezielle Diabact® UTB Tablette ein. Nach weiteen 10 Minuten gibt er erneut zwei Atemproben in die Röhrchen ab. Alle Röhrchen werden zur Analyse in ein Speziallabor geschickt. Durch die Zuverlässigkeit des Tests wird eine Diagnosesicherheit von an die 100 Prozent erreicht.

Tagungsbericht von Jürgen Bause

https://de.wikipedia.org/wiki/13C-Harnstoff-Atemtest

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