Pressemitteilung „Toshiba Medical Systems Corporation” firmiert ab dem 4. Januar 2018 als „Canon Medical Systems Corporation“

Reibungsloser Übergang mit vielversprechenden Perspektiven Neuss, 16.11.2017. Die Toshiba Medical Systems Corporation, einer der weltweit führenden Hersteller bildgebender Medizingeräte, ist seit Dezember 2016 offiziell ein Teil der Canon Gruppe (Canon Inc.). Canon hat 6 Milliarden Dollar für die Übernahme von Toshiba Medical Systems investiert und wird den Namen des Unternehmens am 4. Januar 2018 in Canon Medical Systems Corporation ändern. Eine „selbstverständliche Verbindung“ zum Wohle aller Die Zusammenführung beider Unternehmen bietet eine einzigartige Chance und ist geradezu „eine natürliche Verbindung“ zum Wohle aller – der Unternehmen, der Mitarbeiter, der Kunden und Anwender der Medizingeräte und der Patienten, erklärte Fujio Mitarai, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Canon. Denn beide Unternehmen, Toshiba Medical Systems und Canon, verfügen über proprietäres exzellentes Know-how und fortschrittliche Techniken zur Bildgebung. Darüber hinaus sind beide Unternehmen traditionell fokussiert auf Innovation, Qualität, Service, Support, Sicherheit, Flexibilität und Kundenzufriedenheit. Beide genießen weltweit großes Vertrauen und breite Zufriedenheit ihrer Kunden. Unter dem neuen Dach arbeiten beide Unternehmen bereits gemeinsam daran, ihre fortschrittlichsten Technologien zur Bildgebung zusammenzuführen. Aus den Synergien wird ein Kraftwerk für Innovationen zum Nutzen aller entstehen. Canon Präsident und CEO Fujio Mitarai hat sich zum Ziel gesetzt, Canon Medical Systems zu einem der drei größten Unternehmen im Medizintechnikmarkt zu machen. Weltweit rangiert Toshiba Medical Systems derzeit auf Rang 4. Qualität, Service und Kundenzufriedenheit weiterhin im Fokus Nach der Umbenennung von „Toshiba Medical Systems Corporation“ in „Canon Medical Systems Corporation“ am 4. Januar 2018 werden auch alle Niederlassungen entsprechend umbenannt. Die Namensänderung wird jedoch keinen Einfluss auf vertragliche Vereinbarungen, Rechte und Verpflichtungen haben. Auch das derzeitige Produkt- und Serviceportfolio wird beibehalten. Außer dem Firmennamen wird sich auf die absehbare Zeit nichts für die Kunden und Anwender der Medizingeräte ändern. Die den Kunden bekannten Firmenrepräsentanten werden weiterhin ihre Kontakte pflegen. Darauf weist die Firmenleitung ausdrücklich hin. Sie verspricht auch unter dem neuen Namen „Canon Medical Systems“ Innovation, Qualität, Service, Support, Sicherheit, Flexibilität und Kundenzufriedenheit und garantiert einen reibungslosen Übergang mit vielversprechenden Perspektiven für alle.
Stefan Pehn Manager Customer Care Center Toshiba Medical Systems GmbH Deutschland Hellersbergstr. 4, 41460 Neuss, Deutschland P +49 (0) 2131 1809-0 | F +49 (0) 2131 1809 139 | M +49 (0) 171 2423 939 E stefan.pehn@toshiba-medical.eu | W http://www.toshiba-medical.de

Presseinformation Firma Toshiba vom 16.11.2017

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Presseinformationen versenden mit dem Medizin-Pressedienst der AGS

Griesingen/b. Ulm, 17. August 2017. Presseinformationen müssen die richtigen Redakteure erreichen, um Streuverluste zu vermeiden. Der Medizin-Pressedienst versendet Informationen aus dem Gesundheitsbereich direkt an die Fachredaktionen.  Davon können neben der pharmazeutischen Industrie auch Medizintechnikunternehmen profitieren.

Redakteure von über 400 deutschsprachigen medizinische Fachzeitschriften sind an Nachrichten von Medizintechnikfirmen interessiert.
Mit dem Medizin-Nachrichtendienst der AGS (Arbeitsgemeinschaft Gesundheit&Soziales) werden Fachpresse und auch die Gesundheitsredakteure der Publikumsmedien über Neuigkeiten aus dem Gesundheitssektor informiert.
Firmen der Healthcare Branche können den kostenpflichtigen Dienst für den Versand ihrer eigenen Pressemeldungen nutzen.

Service für Medizintechnikunternehmen

Nach einer Umfrage der Universität Leipzig halten über 74 Prozent der Top-Manager Pressearbeit für wichtig. Vielfach fehlt Marketingmitarbeitern Zeit oder Recourcen Presseinformationen zu verfassen.

Für medizintechnische Firmen, die über keine eigene Presseabteilung verfügen, stehen erfahrene Fachjournalisten beratend zur Verfügung. Pressemitteilungen, Kongressberichte oder wissenschaftliche Abhandlungen werden von erfahrenen Medizinjournalisten ebenso erstellt, wie publikumswirksame Beiträge. Für Produktmanager ist das eine signifikante Zeitersparnis.

Ein Novum ist der Medizin-Nachrichtendienst im HealthCare Markt. Er bietet seit über fünf Jahren Unternehmen eine zielführende Kommunikation mit medizinischen Fachjournalisten ohne Streuverlust. Es können neben den Fachmedien auch die Publikumspresse und Entscheidungsträger im Gesundheitsmarkt informiert werden. Über 12.800 Empfänger können mit einer Sendung erreicht werden. Für Medizintechnikunternehmen stellt die AGS so ein breites Leistungsspektrum für die Kommunikation zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft Gesundheit&Soziales (AGS) ist ein Kommunikationsunternehmen im Gesundheitsbereich. Fachjournalisten und Experten aus der HealthCare Branche kommunizieren seit über dreißig Jahren für medizintechnische Firmen, Pharmaunternehmen und Verbände.


AGS Medienservice
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Keimschleuder Küchenschwamm

Studie visualisiert mikrobielle Belastung und zeigt Risiken auf

Die weltweit erste umfassende Studie zur Keimbelastung gebrauchter Küchenschwämme ist nun erschienen. In den Reinigungsutensilien wurde eine teils besorgniserregend hohe Konzentration von Bakterien nachgewiesen. Den Schwamm heiß auszuwaschen oder in der Mikrowelle zu behandeln, ist keine langfristige Lösung, sagen die Forscher. In Deutschland gibt es rund 40 Millionen Privat-Haushalte. „Wenn in jedem davon nur ein bis zwei Küchenschwämme vorhanden sind, beläuft sich ihre Zahl in Deutschland auf 40 bis 80 Millionen“, so Professor Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen, der die Studie leitete. „Mit institutionellen Einrichtungen kommt man vermutlich auf mehr als 100 Millionen in Deutschland.“ – 100 Millionen potentielle Keimschleudern. In einem Kooperationsprojekt der Hochschule Furtwangen (HFU) mit der Justus Liebig-Universität Gießen und dem Helmholtz Zentrum München ist die Studie entstanden; Fördermittelgeber war die HFU. Die renommierte wissenschaftliche Zeitschrift „Scientific Reports“, die zur Nature Publishing Group gehört, hat die Studie nun veröffentlicht (DOI:10.1038/s41598-017-06055-9 1, http://www.nature.com/scientificreports, Titel: Microbiome analysis and confocal microscopy of used kitchen sponges reveal massive colonization by Acinetobacter, Moraxella and Chryseobacterium species).

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Foto aus dem „Scientific Reports“-Artikel:
Mikroskopische Aufnahmen und darauf basierende 3D-Modelle fluoreszenz-markierter Bakterien in einem gebrauchten Küchenschwamm. Maßstäbe: A–D 10 μm, E–H 20 μm.

 

Die Mikrobiologen nahmen 14 gebrauchte Schwämme aus dem Großraum Villingen-Schwenningen unter die Lupe. Entdeckt wurden darin 362 verschiedene Arten von Bakterien. „Was uns überrascht hat: Fünf der zehn häufigsten von uns gefundenen Arten gehören in die sogenannte Risikogruppe 2, das bedeutet sie sind potentiell pathogen“, erläuert Egert. Dabei handelte es sich um Umwelt- und Wasserbakterien, aber auch um Bakterien, die typisch für die menschliche Haut sind. Insbesondere bei immungeschwächten Menschen, wie Kranken und Alten, können Bakterien wie Acinetobacter johnsonii, Moraxella osoloensis und Chryseobacterium hominis zu Infektionen führen. Das sehr häufig nachgewiesene Bakterium Moraxella osloensis steht zudem im Verdacht, schlechten Geruch zu erzeugen, kann also für stinkende Küchenschwämme verantwortlich sein. Fäkalbakterien und Lebensmittelvergifter oder Durchfallerreger hingegen wurden kaum nachgewiesen. Besonders bedenklich: In Schwämmen, die laut ihrer Nutzer regelmäßig gereinigt wurden, etwa in der der Mikrowelle oder durch Auswaschen, zeigten sich deutlich höhere Anteile der potentiell pathogenen Bakterien. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Reinigung von Schwämmen zwar zu einer kurzfristigen Verminderung der Keimzahl führen kann; in den schnell wieder hoch wachsenden Gemeinschaften dominieren dann aber offensichtlich immer stärker die potentiell pathogenen Bakterien, vermutlich aufgrund einer höheren Stresstoleranz. Küchenschwämme bestehen überwiegend aus Schaumstoff, wie Polyurethan. Ihre durch zahlreiche Poren riesige innere Oberfläche bietet Mikroorganismen viel Platz zum Wachsen. „Teils erreichten die Bakterien Dichten von mehr als 5 mal 1010 Zellen pro Kubikzentimeter“, erläutert Egert. „Das sind Konzentrationen, wie man sie sonst nur noch in Fäkalproben findet.“ Ein Wert, der in einer Küche nicht erreicht werden sollte. Diese hohen Dichten erklären sich mit den optimalen Lebensbedingungen, die Bakterien im Schwamm finden: neben der großen Oberfläche zum Aufwachsen viel Feuchtigkeit und viele Nährstoffe, etwas aus Lebensmittelresten und Schmutz. Das Bild- und Filmmaterial der Studie visualisiert die bakterielle Belastung der Küchenschwämme in eindrucksvoller Weise und bietet sich als Lehrmaterial an, um ein Bewusstsein für Küchenschwämme als mikrobielle Inkubatoren im Haushalt zu schaffen. Probleme können sich vor allem in sensiblen Umgebungen ergeben. Etwa in Krankenhäusern, Altenheimen oder bei der privaten Pflege zu Hause, wenn dort Menschen mit geschwächtem Immunsystem leben. Anstelle sie zu häufig zu reinigen, sollten Küchenschwämme aus hygienischen Gründen gerade hier besser regelmäßig entsorgt werden, etwa in einem wöchentlichen Rhythmus. In neu gekauften Schwämmen konnten die Forscher übrigens keinerlei mikrobielle Belastung nachweisen.

Jürgen Bause

(Pressemitteilung der Hochschule Furtwangen vom 20. Juli 2017)

POCT Symposium 2017 München, Tagungsbericht

Der Fortschritt in der PCR-Diagnostik hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Gerade wenn es sich um medizinische Notfallsituationen handelt, sind Sekunden entscheidend. Zahlreiche Firmen stellten auf dem POCT (Point-of-Care Testing) Symposium in München Neuentwicklungen in der Sofortdiagnostik vor. Zwei Neuerungen fielen besonders auf.

Bei Herzinfarkten dauert es bis zu einer Stunde bis das Ergebnis des Troponin Test vorlie Eine sehr lange Zeit bis das Ergebnis zur Verfügung steht. Bei einem ACS (Akut-Coronarsyndrom) ist die schnelle Einleitung der lebenswichtigen Therapie entscheidend für die Verbesserung der Überlebensqualität. Die Firma Philips entwickelte ein Gerat (Minicare I-20) zur Schnelldiagnose des Herzinfarkts. Innerhalb von 10 Minuten liefert der (cTnl) Blut Test von einem Tropfen Blut des Patienten das Ergebnis. Auch für die präklinische Notfallversorgung ist dieser Test geeignet. Durch diese Innovative Arbeitsweise werden Notärzte und klinische Notfallabteilungen signifikant entlastet. Der Kardiologe Dr. Frans van Asperdt vom Elkerliek Hospital aus NL-Helmond, betont, dass die Patienten mindestens 30 Minuten früher als sonst im Kathederlabor behandelt werden können. Das Minicare ist in den D-A-CH Ländern zugelassen und erhältlich.

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POCT Kongress März LMU, München  Foto: Jürgen Bause

 

 

Infektionsdiagnostik, Sexual Health, Viorologie und Onkologie

 

Mit dem CEPHEID GenXpert steht ein on-demand einsetzbares System zur Verfügung, das dank seines patentierten Kartuschensystems größtmöglichen Bedienungskomfort bei absoluter Sicherheit bietet. Sämitliche Arbeitsschritte der PCR und auch der bidrektionale Datentransfer erfolgen vollautomatisch. Alle Geräte verwenden dieselben Kartuschen und sind für alle gängigen Probenmaterialien wie Blut, Sputum, Stuhl, Abstrichtupfer, Blutkulturen usw. geeignet betonte Claudio Priscoglio, Manager Strategic Market Development der Firma Cepheid, Frankfurt, in seinem Vortrag.

Das Testmenue der Firma Cepheid umfasst derzeit 25 unterschiedliche Verfahren wie MRSA (Screening, Diagnostik und Überwachung), C, difficile, VRE, Carba-R, Influenca A/B/RSV, MTB/RIF, HPV, CT/NG, HIV, HCV und GBS. Weiterhin zwei Tests für Bladder Cancer und BCR-ABL in der Onkologie.

Jürgen Bause

 

Von der schönen Welt des Professor Brinkmann und Schwester Hildegard zu den harten Verhandlungen im Pharmageschäft

Experte für Rhetorik Dr. Ulrich Ulonska im Interview mit Jürgen Bause

Sie haben eines gemeinsam: Die Verbindung mit Menschen, die kommunizieren. Aber vielfach laufen Gespräche aneinander vorbei und so kann manches schief gehen, manches geht gut und vieles kann noch sehr viel besser laufen: Durch die Kommunikation auf einer Ebene.

Was ist Rhetorik überhaupt, Herr Ulonska?
Aristoteles schreibt dazu: „Nun tut die Mehrheit dies entweder planlos oder aus Gewohnheit. Und so kann man die Ursachen untersuchen, weshalb die einen den Erfolg durch Zufall erzielen, die anderen durch Gewohnheit“. Das ist die Aufgabe der Rhetorik. Die Rhetorik und ihre modernen Nachfolgewissenschaften leisten dafür seit über 2000 Jahren wichtige Beiträge für Reden, Vorträge, Präsentationen, Gespräche und Verhandlungen. Wer diese Dinge kennt und sicher anwenden kann, darf sich stark erhöhten Erfolgswahrscheinlichkeiten in Reden und Gesprächen sicher sein. Es werden bereits in der Antike drei Hauptziele benannt: Bewegen, erfreuen und belehren. Das sollten ein guter Vortrag und eine gute Präsentation leisten. Das gleiche gilt auch für Gespräche.

Wie sollte systematisch vorgegangen werden, damit ein Gespräch zum Erfolg führt?
Erstens die Auswahl der Inhalte, zweitens die psychologisch wichtige Reihenfolge in der die Inhalte präsentiert, vorgetragen oder im Gespräch gemeinsam entwickelt werden. Weiterhin die sprachlichen, stilistischen und psychologischen Wirkungsmittel. Viertens folgt die Gedächtnistechnik und als letzter Punkt der Auftritt in der Vortragssituation, beziehungsweise der Eintritt in das Gespräch. 80 Prozent der Wirkung wird hier durch Stimme, Sprechweise und eigene Körpersprache erzielt. Das wird sehr oft von den Vortragenden vergessen.

Am besten überzeugt man andere Gesprächsteilnehmer, wenn man ihnen zuhört – nur was und wie viel die anderen erzählen, das können gute Gesprächsleiter lenken und bestimmen. Gute Gesprächsleiter helfen durch eine geschickte Gesprächsführung, dass die anderen Teilnehmer selbst auf die „Lösung“ kommen.

 

Dr. Ulrich Ulosnka
Dr. Ulrich Ulonska

 

Welche Fehler werden am häufigsten gemacht?
In der Vortragssituation verlieben sich viele in Formulierungen und feilen zu lange an den Ausdrücken herum. Werden Texte formuliert, sollte ebenfalls nicht so viel über die das Ausfeilen nachgedacht werden. Wichtig: Rhetorische Fragen stellen, Ausrufe, die direkte Rede. Auch mal Aussagen wiederholen! Damit wird die Wirkung drastisch erhöht.
80 Prozent der Wirkung erreicht man durch die sprachliche Umsetzung. Hier sind kurze Sätze wichtig. Die Aussagen sollten auch sprecherisch durch fallende Kadenzen auf den Punkt gebracht werden.

Der Blickkontakt zu den Gesprächsteilnehmern sollte ständig vorhanden sein. Das aber nicht hektisch, sondern in sich ruhend.
Die Aufmerksamkeit bei den Gesprächsteilnehmern wird durch Pausen, Betonungen, dem Sprachtempo und dem Lautstärkewechsel gesteigert. Deshalb: „Wenn du andere überzeugen willst, muss ein Feuer in dir brennen.“
In Gesprächen kommen die rhetorischen und psychologischen Steuerungshebel der Dialogsteuerung hinzu.

Das Interview wurde anlässlich eines Rhetorik Seminars Oktober 2016 im Kloster Obermarchtal geführt.

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Tagungsstätte Kloster Obermarchtal bei Ulm

Dr. Ulrich Ulonska, Jahrgang 1956, studierte Germanistik, Sozial- und Sprechwissenschaft. Er promovierte in Rhetorik, Kommunikationswissenschaft, Sozialpsychologie und Psychologie der Politik an der Universität Göttingen. Dort war er über 15 Jahre Lehrbeauftragter.

Seit 1986 ist Herr Ulonska Rhetoriktrainer an Universitäten (D, A, CH), in öffentlichen Organisationen, in der Wirtschaft und in der Politik. Ulrich Ulonska zählt zu den bekanntesten Rhetorik Trainern im deutschsprachigen Raum.

Dr. Ulonska hat zahlreiche Beiträge zum Thema Rhetorik veröffentlicht. Er ist Autor der Bücher:

„Rhetorik“, Deutscher Sparkassen Verlag, Stuttgart 2003.

„Rhetorik für Führungskräfte“, 2. Auflage, Borsdorf 2013.

 

Ist das Sterben der Apotheken vorprogrammiert?

Neuorientierung der Apotheker zwingend notwendig

Land auf und Land ab beklagen Apotheker, dass es um ihre wirtschaftliche Situation schlecht gestellt sei. Versandapotheken nehmen Umsätze und Gewinne weg, das EUGH genehmigt den Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten aus dem Ausland nach Deutschland und einige Drogerieketten verkaufen vermehrt verschreibungsfreie Medikamente, die bislang nur über den Apothekentresen an die Patienten abgegeben wurden. Zu dem sich wandelnden Geschäftsmodell der Apotheken befragte ich den Pharmavertriebsexperten Hanno Wolfram zu deren Situation in Deutschland.

Jürgen Bause: Wie sehen Sie die Situation der niedergelassenen Apotheken in Deutschland nach dem Urteil des europäischen Gerichtshofs zur Rabattgewährung für verschreibungspflichtige Arzneimittel?

 

Wolfram: Zunächst bin ich sicher, dass es „die Apotheke“ bereits schon lange nicht mehr gibt. Es gibt einige Apotheken, die unternehmerisch geführt werden und im Grundsatz wie ein Gesundheits-Discounter aufgestellt sind. Eine deutlich größere Zahl von Apotheken sind inhabergeführt, versorgen einen bestimmten Sprengel in einer Gemeinde oder Stadt und haben einen großen Teil regelmäßiger Kunden.

Frage: Was ist für Sie der größte Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien?

Wolfram: Bei den Apotheken, die sich selbst als Gesundheitsdiscounter darstellen, regelmäßig mit Sonderangeboten Kunden in ihre Verkaufsräume locken, kann ich nur noch eine geringe Tendenz zum traditionellen Heilberuf des Apothekers erkennen.

Die Inhaber geführten Apotheken, die ihre Patienten kennen, deren Kunden regelmäßig kommen und um Hilfe, Aufklärung oder Unterstützung bitten, sind aus meiner Sicht diejenigen, die am besten mit dem Bild der „Tante-Emma-Apotheke“ umschrieben sind. Häufig sind dies auch soziale Treffpunkte, wo Viele sich ungezwungen und geschützt über ihre gesundheitlichen Probleme austauschen und Rat bei dem Apotheker finden, der sie kennt und dem sie vertrauen.apotheken

Frage: Was bedeutet nun die Rechtsprechung zum Rabatt des EuGH für die beiden Apothekentypen?

Wolfram: Apotheken, mit dem Auftreten eines Gesundheitsdiscounters haben damit sicher kein Problem. Ich denke, dort werden wie in allen anderen Unternehmen auch, bereits Strategien für den Tag entwickelt, wenn aus der Arzneimittelpreis-Verordnung eine Höchstpreisverordnung wird. In diesen Apotheken gibt es Vorstellungen, wie viel Mehrumsatz durch die Rabattgewährung generiert werden kann und wie hoch deswegen der Rabatt pro Rezeptzeile sein kann, ohne die Gesamtmarge zu gefährden.

 

 

 

Die inhabergeführte Apotheke muss sich eher keine Sorgen machen, dass Umsatz und Gewinn sich durch einen Arzneimittelhöchstpreis weiter reduzieren. Sie wird nur sehr wenige Kunden haben, die ihr den Rücken kehren. All die Stammkunden, die in der Nachbarschaft wohnen, meist älter und damit chronisch erkrankt sind, werden ihr treu bleiben. Sobald aber, ein Apotheker beginnt, mit seiner Tante-Emma-Apotheke in eine Rabattschlacht einzusteigen, wird ihn das gleiche Schicksal ereilen wie den Tante-Emma-Lebensmittelläden: Sie sind allesamt verschwunden.

Frage: Wie begründen Sie Ihre Einschätzung, dass die inhabergeführte Apotheke nicht unter den Rabatten leiden wird?

Wolfram: Aus meiner Sicht ist die Welt der Apotheke wesentlich heterogener, als sie gemeinhin dargestellt wird. Denken Sie an die Versorgung von Patienten in kleineren Ortschaften, mit einigen Hausärzten und nur wenigen Fachärzten. Ebenso beachten müssen wir, dass Apothekenkunden im wesentlichen die Älteren sind. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Hausapotheken und den meist geographisch zugeordneten Hausärzten, ist in aller Regel positiv und unterstützend. So kann diese Apotheke als besonders niederschwelliger Zugang in das Gesundheitswesen gesehen werden. Sehr oft wird hier der Rat erteilt: „Wenn ich Sie wäre, würde ich jetzt mal zu meinem Hausarzt gehen.“ Diese Apotheker sind in aller Regel Heilberufler, haben ein entsprechendes Selbstverständnis und kennen die Geschichten und Geschichtchen ihrer Patienten. Gleichermaßen gilt dies für deren Mitarbeiterinnen, bei denen sich die Patienten aus der Nachbarschaft regelmäßig gut aufgehoben fühlen. Das „sich aufgehoben fühlen“ und „solche Einkaufserlebnisse“ sind in aller Regel weder von einer Versandapotheke noch von einem Gesundheitsdiscounter zu leisten.

Frage: Wie sehen Sie dann die Arbeit der verschiedenen Apothekenverbände?

Wolfram: wie bei den Pharma-Unternehmen auch, sollten die Apotheker beginnen, ihre Verbandsstrukturen so zu verändern und ggf. neue Verbände zu gründen, die den Kategorisierungen entsprechen. Es ist aus meiner Sicht praktisch nicht möglich, dass ein Apothekenverband Apothekendiscounter mit Umsätzen im zweistelligen Millionenbereich und den Tante-Emma-Apotheker um die Ecke gleichzeitig und sachgerecht vertreten kann. Die Interessenslage und das Geschäftsmodell der beiden erscheinen viel zu divergent zu sein.

Frage: Sie sagen, die Mehrheit der Apotheken gehöre in die Kategorie der inhabergeführten Apotheke. Was würden Sie diesen Apothekern für die nähere Zukunft raten?

Wolfram: Betriebswirtschaftlich geht es um die Klärung der strategischen Ausrichtung der jeweiligen Apotheke. Bezugnehmend auf die angedeutete Kategorisierung muss es für den Tante-Emma-Apotheker darum gehen, sich unbedingt so aufzustellen, dass er als Heilberufler wahrgenommen wird. Dabei kann es nicht nur darum gehen, die Beratung bei der Arzneimittelabgabe „entsprechend den Anforderungen der Stiftung Warentest“ zu überstehen, sondern es muss um Zwischenmenschlichkeit, Fürsorge, Kenntnisse des Quartiers und der persönlichen Lebenssituation eines Kunden oder Patienten gehen. In diesen Apotheken ist „Kümmern“ angesagt. Jedwede Rabatt Aktion, schreiende Schaufensterwerbung, zum Kaufen drängende Aufsteller und Sonderangebote können in einem solchen Fall kontraproduktiv sein. Menschliche Wärme, ein wenig Gemütlichkeit und vielleicht sogar ein Bistrotisch wo sich die Patienten beim Warten unterhalten können, sind aus meiner Sicht Beispiele differenzierender und werthaltiger Merkmale für eine prosperierende Zukunft.

Frage: Wie denken sie wird die Apotheke in der Politik wahrgenommen?

Wolfram: Wir müssen konstatieren, dass bei der letzten Gesetzgebung zum Medikationsplan die „Apotheke“ nicht stattgefunden hat. Daraus kann man ableiten, dass aktuell Apotheker in der Politik mehr der Spezies „Kaufmann“ zugeordnet werden. Derjenige, der ein mehrheitlich oder ausschließlich betriebswirtschaftliches Interesse an Arzneimitteln hat, wird auch in Zukunft kein Ziel der Politik sein. Analog dazu gibt es keine Gesetzgebung, die andere Discounter vor Konkurrenz und Wettbewerb schützt oder vor anderen bevorzugt.

Sobald allerdings Apotheker als Heilberufler in Politik und Öffentlichkeit wahrgenommen werden, entsprechende Aufgaben glaubwürdig übernehmen und gemeinsam mit den Ärzten an einem verbesserten Outcome für Patienten arbeiten, kann ich mir gut vorstellen, dass die politische Akzeptanz für spezifische und honorierte Versorgungsaufgaben für Apotheken deutlich wachsen wird. Wenn wir über unsere Landesgrenzen hinausschauen, sehen wir, dass Apotheker bereits impfen, Rezepte für Chroniker verlängern und für ihre Patienten viele segensreiche Hilfestellungen leisten. Solche Leistungen sind dort mit Honoraren ausgestattet(sic!).

Frage: Was wäre ihr zentraler Vorschlag zur Verbesserung der aktuellen Situation der Apotheken?

Wolfram: Es wird in Zukunft nicht mehr sinnvoll sein, in Politik, Öffentlichkeit oder Medien von „den Apotheken“ zu sprechen. Die Unterschiede zwischen Versandapotheken, den Apothekendiscountern und den sog. Tante-Emma-Apotheken sind evident. Lange ist es überfällig, dass sich diese Gruppen auch entsprechend positionieren und durch ihre Verbände und Organe differenziert Stellung nehmen und vertreten lassen. Die Versandapotheken haben es vorgemacht.

Einen Obersten Gerichtshof nach getaner Tat zu schelten, bzw. der Versuch zu retten, was zu retten ist, erscheinen kurzsichtig. Ob das knappe Votum des Bundesrats zum Verbot des Versandhandels dabei zum „Muster ohne Wert“ verkommt, werden die kommenden Wahlkampfmonate zeigen.

Die ökologische Nische für den Apotheker mit seiner eigenen Apotheke ist mehr als ausreichend groß und bei entsprechender Positionierung wird sie ertragreich bleiben. Es bedarf dazu intensiven Nachdenkens und ein wenig sachgerechter, betriebswirtschaftlicher Beratung. Pharma-Unternehmen, die selbst nur in Rabatten denken, erscheinen dabei als Berater denkbar ungeeignet.

Apothekendiscounter wird es in Zukunft dort geben, wo es um Laufkundschaft, hohe Kundenfrequenz und einen möglichst hohen Umsatz pro Beratungsminute oder Regalmeter geht. Der Preiswettbewerb ist der Kern dieses Geschäfts. Hier wird, wie in anderen Märkten, der Einkauf die Quelle der Gewinne sein. Qualitätswettbewerb, wie im Lebensmitteleinzelhandel, kann es im Apothekensortiment praktisch nicht geben. Die einschlägige Industrie wird hier Rabatte liefern müssen, demnächst vielleicht auch bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln.

Der Verzicht auf Fürsorge für den Patienten oder Kunden birgt immer das gleiche Risiko: Woanders gibt es noch mehr Rabatte, ein noch besser sortiertes Lager oder die noch nettere oder schnellere Bedienung. Da sind loyale Stammkunden eher schwer zu gewinnen und fast unmöglich, sie über Jahre als solche zu behalten.

Wenn es tatsächlich zur Höchstpreisverordnung kommt, müssen und werden die meisten Patienten verstehen, dass die Leistungen eines Heilberuflers, bei dem sie sich wohl-, aufgehoben und verstanden fühlen, mit x% Rabatt, SALE oder auch einfach „billiger“, inkompatibel sind. Apothekern die Heilberufler sind und sich auch als solche verstehen, darf deswegen manches betriebswirtschaftliche Wissen fehlen, wenn es durch menschliche Wärme ersetzt wird.

Jürgen Bause: Vielen Dank, Herr Wolfram, für dieses Interview.

 

Jürgen Bause                                                                                                     Hanno Wolfram Medizinjournalist                                                                                             www.innov8.de

Studie: Qualifikation des Pflegepersonals beeinflusst Sterblichkeit von Klinikpatienten

Die Behandlung in einem Krankenhaus mit einem hohen Anteil von minder qualifizierten Pflegekräften geht mit einem erhöhten Sterberisiko der Patienten einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Querschnittstudie in BMJ Quality & Safety(2016; doi: 10.1136/bmjqs-2016-005567). Ein Grund könnte die Zunahme von Pflegefehlern sein, so das Deutsche Ärzteblatt auf der Onlinemitteilung vom 17. 11.2016.

Der finanzielle Druck, Reformen im Gesundheitswesen und die Personalknappheit veranlassen viele Krankenhäuser, ihren „nurse skill mix“ zu überdenken. Die Besetzung von offenen Stellen mit Pflegehelfern statt mit examinierten Pflegekräften erscheint hier ein effizienter Weg, um Kosten einzusparen. Pflegehelfer müssen nicht eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen, sie können in einem „on-the-job“-Training auf ihre Tätigkeit auf Station vorbereitet werden. In Spanien beträgt der Anteil der Pflegekräfte ohne Ausbil­dung 46 Prozent, in England sind es 43 Prozent, in Deutschland dagegen nur 18 Pro­zent.

Eine Gefahr besteht darin, dass angelernte Hilfskräfte häufiger Fehler machen. Dies kann dazu führen, dass die Patienten Druckgeschwüre oder Harnwegsinfektionen entwickeln oder sich schwere Stürze zuziehen, was ihre Prognose verschlechtern könnte. Die RN4CAST-Studie (für„Registered Nurse Forecasting“) hat hierzu eine Umfrage in sechs Ländern (Belgien, England, Finnland, Irland, Spanien und Schweiz) durchgeführt. An 243 Kliniken wurden 13.077 Pflegekräfte und an 182 auch 18.828 Patienten nach ihrer Zufriedenheit befragt. Für 188 Kliniken standen zudem die Entlassungsdaten einschließlich der Todesfälle zur Verfügung.

Die Auswertung von Linda Aiken von der University of Pennsylvania School of Nursingund Mitarbeitern zeigt, dass mit dem Anteil des Hilfspersonals an der Pflege nicht nur die Frustration des Personals (bis zum Burn-out) und die Unzufriedenheit der Patienten steigt. Es bestand auch eine Korrelation zum Sterberisiko der Patienten.

Jede Verbesserung des „nurse skill mix“ um zehn Prozent (im Anteil der examinierten Personen am Gesamtpflepersonal) ging mit einem Rückgang der Mortalität um elf Prozent einher, schreibt Aiken. Die Odds Ratio (OR) von 0,89 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,80–0,98 signifikant. Gleichzeitig nahm der Anteil der Patienten, die die Pflegequalität in der Klinik als schlecht beurteilten um zehn Prozent ab (OR 0,90; 0,81–0,99). Auch das Pflegepersonal klagte seltener über eine schlechte Qualität (OR 0,89; 0,80–0,98) und berichtete seltener über Druckgeschwüre (Odds Ratio 0,85; 0,73–0,98), Stürze mit Verletzungen (OR 0,80; 0,71–0,91) oder Harnwegsinfektionen (OR 0,88; 0,78–1,00). Die Krankenschwestern und -pfleger klagten seltener über eine Unzufriedenheit im Beruf (OR 0,91; 0,83–0,99) oder einen Burn-out (OR 0,89; 0,80–1,00).

Donnerstag, 17. November 2016

Bildgebende Verfahren in der Medizin werden durch SIPAL signifikant verbessert

 

Bildgebende radiometrische Verfahren werden in der Medizin eingesetzt, um die Struktur und die Funktion von Gewebe und Organen in menschlichen (oder tiereschen) Körpern darzustellen. Diese Verfahren reichen vom „konventionellen“ Röntgen, auf dessen Basis auch das Computertomographie-Verfahren (CT) basiert, über die digitale Mammographie, bis hin zur Magnetresonanztomografie (MRT) sowie Nuklearmedizin.

Allerdings können auch die besten radiologischen Systeme selbst unter optimalen Bedingungen nicht vollständig Unschärfe und/oder Inhomogenität der dargestellten Bilder vermeiden. Vor diesem Hintergrund ermöglicht die Wiedergewinnung der Bildschärfe innerhalb dieser Systeme signifikante Verbesserungen der medizinischen Diagnostik, der rechnergestützten Tumorfrüherkennung sowie der Therapie-Verlaufskontrolle.

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MRT einer Hirnmetastase eines BronchialCA. Mit Vergrößerung von Varvon_101, verwendet unter CC BY-SA2.0 Wiedergewinnung der Schärfte

 

 

Hierfür bietet SIPAL einzigartige Algorithmen, mit denen digitale Bilder von besserer Qualität (Schärfe, Homogenität) geliefert werden, unabhängig davon, mit welchem Verfahren bzw. in welcher Dynamikskala die Bilder hergestellt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren wird dabei eine maßgeblich bessere Schärfequalität erreicht ohne Artefakte im Bild zu erzeugen. Außerdem verursachen die SIPAL-Algorithmen keine Verschiebung der Objektgrenzen bzw. andere Objektverfälschungen in dem zu untersuchenden Bild, was eine hohe Präzision und Sicherheit der entsprechenden Behandlung sicherstellt. Darüber hinaus gewährleisten die SIPAL-Algorithmen eine mehrmalige Vergrößerungsfunktion (z.B. 10x) ohne Qualitätsverlust. Der Vergrößerungsfaktor wird dabei nur von der Bildauflösung begrenzt.

 

Die Anwendung der SIPAL-Software in der Kieferchirurgie erlaubt es, sowohl Zahnwurzeln als auch Knochen in ihrem jeweiligen Verlauf detailliert darzustellen. Auf diese Wiese kann eine wesentlich effektivere und sicherere Behandlung von Zahnwurzeln gewährleistet werden (Abb. 1).

 

Auch bei der Magnetresonanztomografie (MRT) kann der zeitliche und apparative Aufwand mit Hilfe der SIPAL-Software maßgeblich optimiert werden. Die erzielte Wiedergewinnung der Schärfe der gewonnen MR-Bilder kann – in Kombination mit einer mehrmaligen Vergrößerung (Abb. 2) – die Anzahl der Wiederholungsaufnahmen reduzieren und somit zur Senkung der Kosten eines Klinikums und größeren Zufriedenheit der Patienten führen.

Die SIPAL-Algorithmen können bei jeder Art der bildgebenden radiologischen Untersuchungen eigesetzt werden. Dabei können sie sowohl als eigenständige Software benutzt als auch problemlos in jede bestehende Software integriert werden.

Firma Sipal
Dr. Ing Roman Louban
Hüttenfeldstrasse 16
74564 Crailsheim
Telefon 49 (0)15902403356
http://www.sipal-online.de

Neue Pflegeausbildung ist der Ruin

Auszubildende, Träger, Berufsverbände, Schulen und Leitungskräfte der Wohlfahrt sind mit absoluter Mehrheit gegen die generalistische Pflegeausbildung

Die Diskussionen um das Pflegeberufereformgesetz reißen nicht ab. Die Befürworter schwinden, und auf allen Ebenen gibt es breiten Widerstand. So kam eine repräsentative Umfrage einer Pflegefachzeitschrift zu dem Ergebnis, dass 79 Prozent der Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen der Wohlfahrt und 88 Prozent der privaten Träger gegen die Generalistik sind. Nun versuchen die Befürworter der Generalistik massiv Druck auf die Bundestagsabgeordneten auszuüben, die zu Recht die Zusammenlegung der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege ablehnen

Dabei scheuen sie sich nach Ansicht des Bündnisses für Altenpflege nicht einmal, offenkundig falsche Zahlen zu verbreiten. „Es wird behauptet, dass bereits jetzt 90 Prozent der Inhalte der drei Ausbildungen gleich wären. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Wenn dem so wäre, wäre die Generalistik längst umgesetzt. Jedoch lässt sich an diesen Angaben ablesen, wie die inhaltliche Ausrichtung der neuen Ausbildung gestaltet sein würde: maximal 10 Prozent spezifisches Wissen und Können für die Kinderkrankenpflege und die Altenpflege. Das macht deutlich, dass diese beiden Bereiche die großen Verlierer der Reform sein werden“, erläutert Bündnis-Sprecher Peter Dürrmann laut einer Presseinformation vom Bündnis für Altenpflege vom 9. November.

Birgit Hoppe, als Vorsitzende des Arbeitskreises Ausbildungsstätten Altenpflege (AAA) Mitglied des Bündnisses für Altenpflege, weiß aus der Praxis und der Gefühlslage der angehenden Altenpflegerinnen und -pfleger zu berichten: „Neulich sagte mir ein Auszubildender mit Blick auf die gut ausgelasteten Jahrgänge, bei Einführung der Generalistik würde bald nur noch die Hälfte der Leute hier sitzen. Die Gründe? Man entscheide sich bewusst für diesen und keinen anderen Beruf. Und in der neuen Ausbildung fiele auch die berufsbegleitende Ausbildung weg, die für viele der einzig gangbare Weg ist.“

Auch die Auszubildenden Hilda Künzer und Jessica Göhler bestätigen, dass in ihrem Jahrgang die überwiegende Mehrheit gegen die Generalistik ist: „Mit der Abschaffung der Altenpflegeausbildung verschwindet ein großer Teil der Ausbildungsinhalte und altersspezifischer Themen“, prognostiziert Jessica Göhler, während Hilda Künzer hinzufügt: „Ich bin gegen die Abschaffung der Altenpflegeausbildung, weil Altenpflege auch Empathie braucht und diese in einer generalistischen Ausbildung zu kurz kommt.“

Jürgen Bause

Medienrecht in der Praxis – eine Buchbesprechung

Eigentlich müssten sich Verantwortliche von Unternehmen beim Texten von Inhalten für das Internet oder für Werbeunterlagen über die rechtlichen Aspekte vorab informieren.

Das dies nicht geschieht, kann man beim surfen durch das WWW immer wieder feststellen. Da findet man Kopien von Presseartikel der Firma aus der Tagespresse, ohne vorher die Genehmigung des Verlages einzuholen. Textdateien oder Grafiken werden ohne Einwilligung des Verfassers weiter verbreitet oder die Angaben im Impressum auf der Homepage eines Unternehmens sind fehlerhaft.

Ein großer Irrtum ist beispielsweise die Veröffentlichung eines Fotos mit mehreren Personen: Langläufig besteht bei breiten Bevölkerungsschichten die Auffassung, dass ab 5 Personen auf einem Bild keine gesonderte Einwilligung zur Veröffentlichung (und ggf. Verbreitung im Internet) bei den abgebildeten Personen eingeholt werden muss. Das tolle Foto von dem Ski Ausflug kann teuer werden. Bildnisse dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden.

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Das Social Media Marketing wird in dem Buch ebenso berücksichtigt, wie das twittern von Angestellten im Auftrag ihres Unternehmens.

Damit im Marketing und PR rechtssichter gearbeitet werden kann und man bei Twitter, Facebook, WhatsApp und Co. nicht über juristische Fallstricke stolpert, sollte man sich mit dem Inhalt des Buches auseinandersetzen. Die Autorin ist eine auf IT- und Medienrecht spezialisierte Rechtsanwältin.

Das Buch „Medienrecht in der Praxis“ ist sehr verständlich geschrieben für jeden sehr zu empfehlen, der sich mit Marketing und Öffentlichkeitsarbeit befasst.

Alexandra Rogner: Medienrecht in der Praxis. 132 Seiten, zahlreiche Abbildungen. ISBN 978-3-8252-4547-4; UVK VerlagsGes. Preis 14,99 Euro

Jürgen Bause