Fachseminar: Der medizinische Datenschutz im Licht der EU-DS-GVO 7./8.Juni 2017 München

Herzlich lade ich Sie ein zum 3 .Termin der Seminarreihe „Der medizinische Datenschutz im Lichte der EU-DS-GVO“ vom 7.-8.6.17 in München. Auch die Gesundheitsbranche muss sich dem magischen Termin des 25.5.2018 stellen, wenn die EU-DS-GVO wirksam wird. Ergänzende bzw. konkretisierende Datenschutzregeln in Deutschland gewinnen inzwischen auch an Konturen wie das BDSG-NachfolgeG, anstehende Anpassungen des

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Manfred Weitz

 

SGB, und eine Verordnung zum IT-SicherheitsG für den Gesundheitsbereich. Das Seminar wird in Kooperation mit dem BvD, der Datatree AG und dem Verband der Medizin-Manager durchgeführt, für deren Mitglieder Sonderpreise bereitstehen. Ich würde mich freuen, Sie in München zum Seminar begrüßen zu können. Namhafte Dozenten werden Sie in allen Fachfragen betreuen.

 

Bis genau zum 24.5.2018 gilt es, die Anforderungen der ab 25.5.18  wirksam werdenden  EU-Datenschutz-Grund-VO umzusetzen. Die normative Anpassungsphase ist vergleichsweise kurz und die Ausgestaltung auf Bundes-und Landesebene bereits in vollem Gang, soweit  die GVO dem  Gesetzgeber Konkretisierungs-und Ausgestaltungsspielräume  belassen hat. Parallel  dazu müssen die medizinischen Einrichtungen schon jetzt beginnen, ihre betrieblichen Abläufe , die die Verarbeitung personenbezogener Daten berühren, inhaltlich , technisch und organisatorisch auf die zum Teil gänzliche neu Rechtslage umzustellen, um  datenschutzrechtlich eine ab 25.5.18 möglichst rechtskonforme Praxis zu gewährleisten. Das Seminar vermittelt am 1. Tag das notwendige Basis-Wissen zur GVO und  zu weiteren, schon geltenden oder absehbaren Datenschutzvorschriften für den Gesundheitsbereich. Der 2. Tag ist den wichtigsten Sonderthemen gewidmet, die im medizinischen Bereich praxisrelevant sind , wie z.B die Auftrags-DV und cloud Computing. Herausragende Referenten vermitteln ihr umfangreiches Fachwissen, um  die Teilnehmer möglichst umfassend auf die Zeit nach dem 24.5.18 vorzubereiten.
Anmeldung und weitere Informationen unter

https://www.esturias.de/seminarreihe-2017/7-8-6-17-münchen/anmeldung-07-08-06-17/

 

Gedächtnis unter Strom

 

Tübinger Wissenschaftler zeigen, dass Arbeitsgedächtnis-Training durch elektrische Hirnstimulation effektiver wird

Regelmäßiges Training gilt als bester Weg das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten oder sogar zu verbessern. Gut verträgliche Methoden zur Unterstützung des Erfolges solcher Übungen wären zweifellos wünschenswert. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Tübingen haben unter der Leitung von Professor Christian Plewnia jetzt erstmals gezeigt, dass leichte elektrische Stimulation des Stirnhirns während eines speziellen Arbeitsgedächtnistrainings die Übungsergebnisse verbessert. Diese Verbesserungen sind noch Monate nach dem Training und darüber hinaus in ähnlichen, vorher nicht trainierten Aufgaben nachweisbar.

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Professor Dr. Christian Plewina

 

 

Das Arbeitsgedächtnis, das heißt die Fähigkeit zur vorübergehenden Speicherung und Bearbeitung neuer Informationen, ist eine Voraussetzung von zielgerichtetem Denken und Handeln. Die biologische Grundlage ist die Aktivität von Nervenzellnetzwerken insbesondere im Stirnbereich des Gehirns. Sprachliche Informationen werden vor allem im linken, räumliche Informationen bevorzugt im rechten Stirnhirn verarbeitet. Dabei verständigen sich die Nervenzellen untereinander über elektrische Reizleitung. Mit der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS), die von außen an der entsprechenden Stelle des Kopfes angelegt wird, kann die Aktivität einzelner Hirnbereiche gezielt beeinflusst werden. Mit ihren Untersuchungen haben die Wissenschaftler des Zentrums für Hirnstimulation an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter der Leitung von Prof. Christian Plewnia getestet, ob diese sehr gut verträgliche und von den Versuchspersonen kaum spürbare Form der Hirnstimulation das Ergebnis eines speziellen Arbeitsgedächtnistrainings nachhaltig verbessern kann, so die UNI Tübingen in einer Pressemitteilung.

Für ihre Experimente teilten die Tübinger Wissenschaftler 81 Probanden in drei Gruppen ein: Bei allen wurden Stimulationselektroden aufgeklebt, doch nur bei zwei der Gruppen wurde das linke bzw. rechte Stirnhirn der Probanden während drei Trainingssitzungen innerhalb einer Woche tatsächlich gezielt mit schwachem Gleichstrom stimuliert. Die Teilnehmer der dritten Gruppe erhielten lediglich eine Scheinstimulation. Bei dem Arbeitsgedächtnistraining am Computer wurden räumliche oder verbale Aufgaben gestellt, deren Schwierigkeitsgrad sich an die Leistungsfähigkeit der Versuchsperson anpasste. Als Ergebnis wurde die in jeder Sitzung erreichte mittlere Gedächtniskapazität gewertet. Tatsächlich lernten Personen, die während einer sprachlichen Aufgabe am linken Stirnhirn und während einer räumlichen Aufgabe am rechten Stirnhirn stimuliert wurden, die Aufgabe besser zu bewältigen als Teilnehmer, die entweder eine Scheinstimulation oder während der sprachlichen Aufgabe eine rechtsseitige, bzw. während der räumlichen Aufgabe eine linksseitige Stimulation erhielten. Besonders bemerkenswert war, dass diese Verbesserung sogar Monate später noch nachweisbar war. Außerdem zeigen diese Probanden auch in der nicht-trainierten Aufgabe, also sprachlich bei räumlichem Training bzw. räumlich bei sprachlichem Training, bessere Leistungen.

 

„Die deutlichen Unterschiede zwischen den Gruppen zeigen, dass die transkranielle Gleichstromstimulation kognitives Training gezielt unterstützten kann“, stellt Plewnia fest. Dass sich mit dieser Methode allgemein die geistige Leistungsfähigkeit verbessern lassen wird, hält er für unwahrscheinlich. „Die Alltagsanforderungen sind deutlich komplexer als im Labor und die Leistung des Gehirns lässt sich auch mit Strom nicht beliebig steigern. Trotzdem können möglicherweise ganz bestimmte Fähigkeiten oder Defizite durch die gezielte Kombination von Stimulation und Training verbessert werden.“ Therapeutische Anwendungen bei Depression, Schizophrenie und Gedächtnisstörungen werden derzeit untersucht und könnten die bestehenden therapeutischen Möglichkeiten dieser Erkrankungen wesentlich erweitern.

Jürgen Bause

POCT Symposium 2017 München, Tagungsbericht

Der Fortschritt in der PCR-Diagnostik hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Gerade wenn es sich um medizinische Notfallsituationen handelt, sind Sekunden entscheidend. Zahlreiche Firmen stellten auf dem POCT (Point-of-Care Testing) Symposium in München Neuentwicklungen in der Sofortdiagnostik vor. Zwei Neuerungen fielen besonders auf.

Bei Herzinfarkten dauert es bis zu einer Stunde bis das Ergebnis des Troponin Test vorlie Eine sehr lange Zeit bis das Ergebnis zur Verfügung steht. Bei einem ACS (Akut-Coronarsyndrom) ist die schnelle Einleitung der lebenswichtigen Therapie entscheidend für die Verbesserung der Überlebensqualität. Die Firma Philips entwickelte ein Gerat (Minicare I-20) zur Schnelldiagnose des Herzinfarkts. Innerhalb von 10 Minuten liefert der (cTnl) Blut Test von einem Tropfen Blut des Patienten das Ergebnis. Auch für die präklinische Notfallversorgung ist dieser Test geeignet. Durch diese Innovative Arbeitsweise werden Notärzte und klinische Notfallabteilungen signifikant entlastet. Der Kardiologe Dr. Frans van Asperdt vom Elkerliek Hospital aus NL-Helmond, betont, dass die Patienten mindestens 30 Minuten früher als sonst im Kathederlabor behandelt werden können. Das Minicare ist in den D-A-CH Ländern zugelassen und erhältlich.

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POCT Kongress März LMU, München  Foto: Jürgen Bause

 

 

Infektionsdiagnostik, Sexual Health, Viorologie und Onkologie

 

Mit dem CEPHEID GenXpert steht ein on-demand einsetzbares System zur Verfügung, das dank seines patentierten Kartuschensystems größtmöglichen Bedienungskomfort bei absoluter Sicherheit bietet. Sämitliche Arbeitsschritte der PCR und auch der bidrektionale Datentransfer erfolgen vollautomatisch. Alle Geräte verwenden dieselben Kartuschen und sind für alle gängigen Probenmaterialien wie Blut, Sputum, Stuhl, Abstrichtupfer, Blutkulturen usw. geeignet betonte Claudio Priscoglio, Manager Strategic Market Development der Firma Cepheid, Frankfurt, in seinem Vortrag.

Das Testmenue der Firma Cepheid umfasst derzeit 25 unterschiedliche Verfahren wie MRSA (Screening, Diagnostik und Überwachung), C, difficile, VRE, Carba-R, Influenca A/B/RSV, MTB/RIF, HPV, CT/NG, HIV, HCV und GBS. Weiterhin zwei Tests für Bladder Cancer und BCR-ABL in der Onkologie.

Jürgen Bause

 

Bildgebende Verfahren in der Medizin werden durch SIPAL signifikant verbessert

 

Bildgebende radiometrische Verfahren werden in der Medizin eingesetzt, um die Struktur und die Funktion von Gewebe und Organen in menschlichen (oder tiereschen) Körpern darzustellen. Diese Verfahren reichen vom „konventionellen“ Röntgen, auf dessen Basis auch das Computertomographie-Verfahren (CT) basiert, über die digitale Mammographie, bis hin zur Magnetresonanztomografie (MRT) sowie Nuklearmedizin.

Allerdings können auch die besten radiologischen Systeme selbst unter optimalen Bedingungen nicht vollständig Unschärfe und/oder Inhomogenität der dargestellten Bilder vermeiden. Vor diesem Hintergrund ermöglicht die Wiedergewinnung der Bildschärfe innerhalb dieser Systeme signifikante Verbesserungen der medizinischen Diagnostik, der rechnergestützten Tumorfrüherkennung sowie der Therapie-Verlaufskontrolle.

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MRT einer Hirnmetastase eines BronchialCA. Mit Vergrößerung von Varvon_101, verwendet unter CC BY-SA2.0 Wiedergewinnung der Schärfte

 

 

Hierfür bietet SIPAL einzigartige Algorithmen, mit denen digitale Bilder von besserer Qualität (Schärfe, Homogenität) geliefert werden, unabhängig davon, mit welchem Verfahren bzw. in welcher Dynamikskala die Bilder hergestellt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren wird dabei eine maßgeblich bessere Schärfequalität erreicht ohne Artefakte im Bild zu erzeugen. Außerdem verursachen die SIPAL-Algorithmen keine Verschiebung der Objektgrenzen bzw. andere Objektverfälschungen in dem zu untersuchenden Bild, was eine hohe Präzision und Sicherheit der entsprechenden Behandlung sicherstellt. Darüber hinaus gewährleisten die SIPAL-Algorithmen eine mehrmalige Vergrößerungsfunktion (z.B. 10x) ohne Qualitätsverlust. Der Vergrößerungsfaktor wird dabei nur von der Bildauflösung begrenzt.

 

Die Anwendung der SIPAL-Software in der Kieferchirurgie erlaubt es, sowohl Zahnwurzeln als auch Knochen in ihrem jeweiligen Verlauf detailliert darzustellen. Auf diese Wiese kann eine wesentlich effektivere und sicherere Behandlung von Zahnwurzeln gewährleistet werden (Abb. 1).

 

Auch bei der Magnetresonanztomografie (MRT) kann der zeitliche und apparative Aufwand mit Hilfe der SIPAL-Software maßgeblich optimiert werden. Die erzielte Wiedergewinnung der Schärfe der gewonnen MR-Bilder kann – in Kombination mit einer mehrmaligen Vergrößerung (Abb. 2) – die Anzahl der Wiederholungsaufnahmen reduzieren und somit zur Senkung der Kosten eines Klinikums und größeren Zufriedenheit der Patienten führen.

Die SIPAL-Algorithmen können bei jeder Art der bildgebenden radiologischen Untersuchungen eigesetzt werden. Dabei können sie sowohl als eigenständige Software benutzt als auch problemlos in jede bestehende Software integriert werden.

Firma Sipal
Dr. Ing Roman Louban
Hüttenfeldstrasse 16
74564 Crailsheim
Telefon 49 (0)15902403356
http://www.sipal-online.de