Körpersprache und Rhetorik

Buchbesprechung

 Reden, Ansprachen und das Leiten von Versammlungen soll die Gäste oder Zuhörer begeistern. Es kommt auf den Redner an. Auf den Auftritt, auf die Körpersprache, die Stimme und den Inhalt. Wer kennt nicht die langweiligen Reden und Vorträge? Vielfach geben sich die Vortragenden viel Mühe, kommen beim Publikum nicht an.

Wie werden erfolgreiche Gespräche und Vorträge richtig vorbereitet? Auf was kommt es an? Welche Kleinigkeiten sind für mein Gegenüber ausschlaggebend, damit ich richtig ankomme? Ob das Bewerbungsgespräch, die Teambesprechung oder der Vortrag: Der Redner präsentiert seine Persönlichkeit. Die Körpersprache, Kleidung, eigene Stimme und der Auftritt bilden das Ganze des persönlichen Ausdrucks. Die Autoren des Buches gehen in die Tiefe und beleuchten jeden Aspekt, der für einen guten Auftritt und für einen guten Redebeitrag erforderlich sind.

 

Vor dem Gespräch mit Verhandlungspartnern oder dem Auftritt bei einer Tagung. Es sind verschiedene Aspekte schon bei den Vorbereitungen zu berücksichtigen. Hier wird in dem Buch auf mögliche Fallen hingewiesen. Ich fand sehr positiv, dass der Leser wieder auf die notwendige Selbstreflextion aufmerksam gemacht wird. Aus den unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen der drei Autoren, wie Trainer, Schauspielerin, Theaterregisseur, Drehbuchautor usw. ist das Buch zu einem gelungenen Werk geworden.

Ich kann das Buch nur empfehlen.

Jürgen Bause

Bruno, Adamczyk, Bilinski: Körpersprache und Rhetorik,3. Auflage 2016, 320 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Hauffe Verlag Freiburg. Preis 19,95 Euro. ISBN 978-3-648-07679-7

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Cardior Pharmaceuticals schliesst erfolgreich erste Finanzierungsrunde über €15 Millionen ab und ernennt CEO und CSO

Foto MHH, Kaiser
vlnr: Professor Dr. Thomas Thum, D. med. Claudia Ulbrich.

Presseinformation

Hannover11. Mai 2017 – Cardior Pharmaceuticals, ein junges deutsches Biotechnologie Unternehmen, das auf dem Gebiet von RNA-basierten Therapeutika für Patienten mit Herzerkrankungen tätig ist, gibt heute den erfolgreichen Abschluss seiner ersten Finanzierungsrunde (Serie A) mit einer Gesamtsumme von €15 Mio. bekannt. Die Finanzierungsrunde wurde von LSP (Life Sciences Partners) als Leadinvestor gemeinsam mit den Co-Investoren Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), Bristol-Myers Squibb (BMS), BioMedPartners (mit dem neuen BioMedInvest III Fund) und dem High-Tech Gründerfund (HTGF) gezeichnet. Cardior ist Vorreiter bei der Entwicklung von RNA-basierten Technologien und bei der Revolutionierung innovativer neuer Strategien zur Verhinderung und Behandlung von Herzinsuffizienz. Die molekularen Zielstrukturen umfassen sogenannte nichtkodierende Ribonukleinsäuren (RNAs), die Größenwachstum und Kontraktilität von Herzmuskelzellen kontrollieren und mechanistisch maßgeblich an der Entwicklung von Herzschwäche beteiligt sind. Die Modulation dieser zentralen Schaltermoleküle versetzt die Herzmuskelzellen erstmals in die Lage krankhafte kardiale Umbauprozesse zurückzubilden und die kardiale Funktion zu normalisieren.

„Wir sind begeistert diese Finanzierungsrunde als Lead-Investor federführend zu begleiten“ sagt Dr. Joachim Rothe, Managing Partner bei LSP und Beirat bei Cardior, „in den letzten 15 Jahren waren nur wenige wissenschaftliche und klinische Fortschritte in der Behandlung der Herzinsuffizienz zu verzeichnen; Cardior ist sehr gut positioniert dies nachhaltig zu ändern.“

Im Zusammenhang mit der Serie A Finanzierung wird Dr. Claudia Ulbrich als Chief Executive Officer (CEO) berufen. Dr. Ulbrich bringt 20 Jahre operative und strategische Management-Erfahrung aus der Pharma- und Biotechnologieindustrie incl. börsennotierter Unternehmen mit.  

 

“Derart bahnbrechende Therapien im Bereich der Herzschwäche bieten erhebliche Chancen für Patienten, die an einer der häufigsten Erkrankungen weltweit  leiden. Ich freue mich Cardior bei dieser herausragenden Entwicklung aktiv zu unterstützen und zusammen mit dem hochmotivierten Team eine neue Klasse an Medikamenten und Diagnostika für Patienten mit Herzinsuffizienz für die klinische Anwendung zu entwickeln”.

“Das signifikante Finanzierungsvolumen wird es uns ermöglichen, in kurzer Zeit eine erste neue Leitsubstanz weiterzuentwickeln um zügig erste klinische Daten zu erheben”, ergänzt Prof. Thomas Thum, der als Gründer die Aufgabe des Chief Scientific Officer (CSO) übernimmt.  

Über Cardior Pharmaceuticals
Cardior Pharmaceuticals  ist ein privates deutsches Biotechnologie Unternehmen, das Vorreiter auf dem Gebiet nichtkodierender RNAs und deren Nutzung als Diagnostika und Therapeutika bei Herzerkrankungen ist. Als Spin-Off des Instituts für Molekulare und Translationale Therapiestrategien (IMTTS) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat Cardior sein Patentportfolio von der MHH, der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sowie verschiedenen französischen Instituten lizensiert. Cardior wurde 2016 ausgehend von Prof. Dr. Dr. Thomas Thum, einem Pionier im Bereich nichtkodierender RNAs und Direktor eines weltweit-führenden RNA-Institutes, gegründet. Cardior ist Sieger der Startup Challenge der Deutschen Biotechnologietage 2017, der grössten Biotechnologie Veranstaltung in Deutschland und wurde initial durch den VentureVilla Inkubator GmbH und hannoverimpuls GmbH unterstützt. 

Mit seinen translationalen Ansätzen und multiplen etablierten nationalen und internationalen akademischen und pharmazeutischen Kollaborationspartnern, ist Cardior in hervorragender Weise positioniert. Eingebettet in den Campus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und das  Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien (IMTTS), hat Cardior Zugang zu einem grossen Team an weltweit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet von Herzerkrankungen sowie zu weiteren Patenten aus der Pipeline von Prof. Thum.
Für weitere Informationen, besuchen sie bitte
www.cardior.de

Kontakt:
Cardior-Pharmaceuticals-GmbH
Campus der Medizinischen Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Dr. Claudia Ulbrich, CEO, Cardior Pharmaceuticals
+49 (0) 511 37484051
claudia.ulbrich@cardior.de

Prof. Dr. Dr. Thomas Thum, CSO, Cardior Pharmaceuticals
+49 (0) 511 532 5272
thomas.thum@cardior.de

Über LSP
LSP (Life Sciences Partners) ist eines der führenden europäischen Venture Capital Unternehmen, das Risikokapitalfinanzierungen  für junge private und börsennotierte  Life Science Unternehmen zur Verfügung stellt. Seit dem Ende der 80er Jahre hat LSP in eine große Anzahl junger, hochinnovativer Unternehmen investiert, von denen viele zu weltweit führenden Unternehmen in der Biotechnologieindustrie wurden. LSP verwaltet derzeit Fonds mit einem Volumen von über €1 Milliarde aus Büros in München, Amsterdam und Boston.

Für weitere Informationen besuchen sie bitte
www.lspvc.com .

Kontakt:
Dr. Joachim Rothe, Managing Partner LSP
+49 (0) 89 330 666-0
jrothe@lspvc.com  

Dr. Karin Kleinhans, Associate LSP
+49 (0) 89 330 666-0
kkleinhans@lspvc

 

Studie: Qualifikation des Pflegepersonals beeinflusst Sterblichkeit von Klinikpatienten

Die Behandlung in einem Krankenhaus mit einem hohen Anteil von minder qualifizierten Pflegekräften geht mit einem erhöhten Sterberisiko der Patienten einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Querschnittstudie in BMJ Quality & Safety(2016; doi: 10.1136/bmjqs-2016-005567). Ein Grund könnte die Zunahme von Pflegefehlern sein, so das Deutsche Ärzteblatt auf der Onlinemitteilung vom 17. 11.2016.

Der finanzielle Druck, Reformen im Gesundheitswesen und die Personalknappheit veranlassen viele Krankenhäuser, ihren „nurse skill mix“ zu überdenken. Die Besetzung von offenen Stellen mit Pflegehelfern statt mit examinierten Pflegekräften erscheint hier ein effizienter Weg, um Kosten einzusparen. Pflegehelfer müssen nicht eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen, sie können in einem „on-the-job“-Training auf ihre Tätigkeit auf Station vorbereitet werden. In Spanien beträgt der Anteil der Pflegekräfte ohne Ausbil­dung 46 Prozent, in England sind es 43 Prozent, in Deutschland dagegen nur 18 Pro­zent.

Eine Gefahr besteht darin, dass angelernte Hilfskräfte häufiger Fehler machen. Dies kann dazu führen, dass die Patienten Druckgeschwüre oder Harnwegsinfektionen entwickeln oder sich schwere Stürze zuziehen, was ihre Prognose verschlechtern könnte. Die RN4CAST-Studie (für„Registered Nurse Forecasting“) hat hierzu eine Umfrage in sechs Ländern (Belgien, England, Finnland, Irland, Spanien und Schweiz) durchgeführt. An 243 Kliniken wurden 13.077 Pflegekräfte und an 182 auch 18.828 Patienten nach ihrer Zufriedenheit befragt. Für 188 Kliniken standen zudem die Entlassungsdaten einschließlich der Todesfälle zur Verfügung.

Die Auswertung von Linda Aiken von der University of Pennsylvania School of Nursingund Mitarbeitern zeigt, dass mit dem Anteil des Hilfspersonals an der Pflege nicht nur die Frustration des Personals (bis zum Burn-out) und die Unzufriedenheit der Patienten steigt. Es bestand auch eine Korrelation zum Sterberisiko der Patienten.

Jede Verbesserung des „nurse skill mix“ um zehn Prozent (im Anteil der examinierten Personen am Gesamtpflepersonal) ging mit einem Rückgang der Mortalität um elf Prozent einher, schreibt Aiken. Die Odds Ratio (OR) von 0,89 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,80–0,98 signifikant. Gleichzeitig nahm der Anteil der Patienten, die die Pflegequalität in der Klinik als schlecht beurteilten um zehn Prozent ab (OR 0,90; 0,81–0,99). Auch das Pflegepersonal klagte seltener über eine schlechte Qualität (OR 0,89; 0,80–0,98) und berichtete seltener über Druckgeschwüre (Odds Ratio 0,85; 0,73–0,98), Stürze mit Verletzungen (OR 0,80; 0,71–0,91) oder Harnwegsinfektionen (OR 0,88; 0,78–1,00). Die Krankenschwestern und -pfleger klagten seltener über eine Unzufriedenheit im Beruf (OR 0,91; 0,83–0,99) oder einen Burn-out (OR 0,89; 0,80–1,00).

Donnerstag, 17. November 2016

Neue Pflegeausbildung ist der Ruin

Auszubildende, Träger, Berufsverbände, Schulen und Leitungskräfte der Wohlfahrt sind mit absoluter Mehrheit gegen die generalistische Pflegeausbildung

Die Diskussionen um das Pflegeberufereformgesetz reißen nicht ab. Die Befürworter schwinden, und auf allen Ebenen gibt es breiten Widerstand. So kam eine repräsentative Umfrage einer Pflegefachzeitschrift zu dem Ergebnis, dass 79 Prozent der Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen der Wohlfahrt und 88 Prozent der privaten Träger gegen die Generalistik sind. Nun versuchen die Befürworter der Generalistik massiv Druck auf die Bundestagsabgeordneten auszuüben, die zu Recht die Zusammenlegung der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege ablehnen

Dabei scheuen sie sich nach Ansicht des Bündnisses für Altenpflege nicht einmal, offenkundig falsche Zahlen zu verbreiten. „Es wird behauptet, dass bereits jetzt 90 Prozent der Inhalte der drei Ausbildungen gleich wären. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Wenn dem so wäre, wäre die Generalistik längst umgesetzt. Jedoch lässt sich an diesen Angaben ablesen, wie die inhaltliche Ausrichtung der neuen Ausbildung gestaltet sein würde: maximal 10 Prozent spezifisches Wissen und Können für die Kinderkrankenpflege und die Altenpflege. Das macht deutlich, dass diese beiden Bereiche die großen Verlierer der Reform sein werden“, erläutert Bündnis-Sprecher Peter Dürrmann laut einer Presseinformation vom Bündnis für Altenpflege vom 9. November.

Birgit Hoppe, als Vorsitzende des Arbeitskreises Ausbildungsstätten Altenpflege (AAA) Mitglied des Bündnisses für Altenpflege, weiß aus der Praxis und der Gefühlslage der angehenden Altenpflegerinnen und -pfleger zu berichten: „Neulich sagte mir ein Auszubildender mit Blick auf die gut ausgelasteten Jahrgänge, bei Einführung der Generalistik würde bald nur noch die Hälfte der Leute hier sitzen. Die Gründe? Man entscheide sich bewusst für diesen und keinen anderen Beruf. Und in der neuen Ausbildung fiele auch die berufsbegleitende Ausbildung weg, die für viele der einzig gangbare Weg ist.“

Auch die Auszubildenden Hilda Künzer und Jessica Göhler bestätigen, dass in ihrem Jahrgang die überwiegende Mehrheit gegen die Generalistik ist: „Mit der Abschaffung der Altenpflegeausbildung verschwindet ein großer Teil der Ausbildungsinhalte und altersspezifischer Themen“, prognostiziert Jessica Göhler, während Hilda Künzer hinzufügt: „Ich bin gegen die Abschaffung der Altenpflegeausbildung, weil Altenpflege auch Empathie braucht und diese in einer generalistischen Ausbildung zu kurz kommt.“

Jürgen Bause

Datenschutz in der Medizin im Fokus der Cyber-Kriminalität

Fachtagungen in Berlin und Mainz informieren Klinik ITler

Die Gesundheitsbranche befindet sich im Umbruch. Immer höhere medizinische Leistungen werden von den Gesundheitseinrichtungen verlangt, möglichst unter günstigem Kostenrahmen. Ihre Organisationstrukturen müssen sich dem Wandel der Medizintechnik und   der schwieriger werdenden Gewinnlage permanent stellen. Hinzu kommt ein hoher Modernisierungsdruck in der IT der  medizinischen Betriebe , sowohl im Behandlungsbereich  als auch in der Verwaltung. Neue Techniken bedeuten aber immer auch neue Gefahren für die Patientendaten. Die Telemedizin ist hier nur eines vieler Beispiele.

Speziell die Entwicklung der Cyber-Kriminalität macht vor der Gesundheitsbranche keinen Halt, im Gegenteil, sind Gesundheitsdaten doch ein wertvolles Handelsgut und zudem besonders anfällig für Erpressungen. Der fast täglich vorkommende, klassischen Fall:Zunächst wird in das System ein Trojaner eingeschleust, meist über den Anhang  einer mail, der alle Daten verschlüsselt. Eine Entschlüsselungsmöglichkeit bekommt nur, wer zunächst Lösegeld zahlt, oft in bitcoins.

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Fachtagung Datenschutz in der Medizin

 

Die Weiterentwicklung der normativen Grundlagen des medizinischen Datenschutzes unterliegt ebenfalls momentan einer besonderen Dynamik: erwähnt seien nur das e-health-Gesetz,  und das IT-Sicherheitsgesetz . Gravierende Auswirkungen wird die EU Datenschutzgrund-VO aber haben, die den deutschen Gesetzgeber zwingt, bis spätestens 25.5.2018 auch alle speziellen Datenschutzregeln für den Gesundheitsbereich der VO anzupassen.

Die Tagungen „Datenschutz in der Medizin-Update 2016“ am 10.11.16 in Berlin und am 15.11.16 in Mainz „Datenschutz im Pflegebereich-Update 2016“  bieten zu den wichtigsten Themen aktuelle Informationen.Details über http://www.esturias.de“

Zielgerichtet mit Healthcare Pressedienst kommunizieren

Ulm. Die Kommunikation mit Kunden und den Fachgremien erfolgt nicht nur durch direkte Kontakte über den Außendienst.
Neben den Social-Medien werden die Anwender auch durch Beiträge in Fachzeitschriften auf neue Entwicklungen und Technologien aufmerksam. Mit dem Medizin-Nachrichtendienst der AGS haben Unternehmen die Möglichkeit, Redaktionen der medizinischen Fachpresse zielgerichtet zu informieren

Nach einer Studie halten 74 Prozent der Top-Manager die Pressearbeit für wichtig, doch nur wenige Unternehmen nutzen diese Kommunikationsmöglichkeiten.

Werden die Presseinformationen so erstellt, dass sie journalistischen Ansprüchen genügen, besteht auch die Chance, dass die Informationen bei den Journalisten auch Verwendung finden.
Sämtliche Redaktionen der Fachpresse und der Publikumsmedien werden regelmäßig mit Neuigkeiten aus dem Gesundheitssektor versorgt. „Firmen und Institutionen nutzen den Medizin-Nachrichtendienst der AGS seit 2013. „Dieser Nachrichtendienst ist im deutschsprachigen Raum ein Novum“ so Jürgen Bause, Chefredakteur des Nachrichtendienstes. „Derzeit werden bis zu 12.500 Empfänger mit Nachrichten informiert“, so Bause

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Jürgen Bause

 

 

Manager, die keine Zeit zum Erstellen von Pressemeldungen haben, greifen auf erfahrene Journalisten der Redaktion zurück.
Der Medizin-Nachrichtendienst ist für zahlreiche pharmazeutischen Unternehmen und medizintechnischen Firmen ein wichtiger Nachrichtenkanal.

Informationen unter http://www.ags-medienservice.de/pressedienst.html

Auf die Kommunikation von medizinischen Themen und Technologien hat sich seit über dreißig Jahren AGS Medienservice spezialisiert und betreut Kunden der pharmazeutischen- und medizintechnischen Industrie sowie medizinische Organisationen.

AGS Medienservice mit AGS Medizin-Nachrichtendienst Jürgen Bause, Chefredakteur Panoramastrasse 38 89608 Griesingen/b. Ulm Telefon 0739171817 Telefax 0739171819 Mail info@ags-medienservice.de

Honorare der Pharmaindustrie

Biberach, 12. Juli 2016. VFA-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer und FSA-Geschäftsführer Dr. Holger Diener haben am 20. Juni in Berlin die sog. Transparenzoffensive vorgestellt. Danach haben im Jahr 2015 die Mitgliedsunternehmen des Verbandes der forschenden Arzneimittelindustrie insgesamt 575 Millionen Euro an Ärzte und andere Angehörige der medizinischen Fachkreise überwiesen.

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung dieser Daten wurde im JAMA, einem der renommiertesten amerikanischen Medizinjournale, eine Studie zum Einfluss von Honoraren der Pharmaindustrie auf das Verordnungsverhalten von Ärzten veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass, bewusst oder unterbewusst, durch Zuwendungen eines Pharmaunternehmens die Verordnungshäufigkeit bestimmter Medikamente ansteigt. Selbst eine einmalige Essenseinladung resultierte bereits in einer höheren Verschreibung des Originalproduktes. Dass damit die Kosten für das Gesundheitswesen steigen, erklärt sich von selbst.

Als legitim sieht der Herausgeber von JAMA, Robert Steinbrook, dass Investitionen von Pharma-Unternehmen sich lohnen müssen. Er forderte aber auch, dass die Pharmaindustrie mehr in gute Studien zur Arzneimittelsicherheit, deren Wirksamkeit und Erschwinglichkeit investieren sollte, anstatt Vortragshonorare, Spesen und Reisekosten und andere Aktivitäten ohne medizinischen Hintergrund zu finanzieren.

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Es gibt gute und wissenschaftliche Gründe, dass die Pharmaindustrie auch nach der Zulassung in ihre Arzneimittel investiert und von Gesetzes wegen sogar investieren muss. Ebenso müssen die beteiligten Ärzte und Institutionen für ihre Arbeit sachgerecht honoriert werden. In der Sekunde, wo dieses Geld aus einem Marketingbudget fließt oder nur dazu gedacht oder gar geplant ist, Verordnungen von Arzneimittel zu vermehren, ist das gesamte Verfahren fragwürdig und ggf. sogar gesetzeswidrig.

Im Unterschied zu früher, sind bezahlte Verordnungen heute Verlustbringer. Sie bringen Verluste am höchsten Gut, das ein Unternehmen besitzt: Verlust an Vertrauen und Reputation. Die beteiligten Ärzte setzen ihre Vertrauenswürdigkeit ebenso aufs Spiel. Patienten, die kein Vertrauen (mehr) haben, werden ihre Medikamente nicht nehmen. Damit kann die Pharmaindustrie die Heilungs- oder Linderungs-Versprechen nicht mehr halten. Ein wirklicher, auch wirtschaftlicher Teufelskreis für alle Beteiligten, der letztlich Solidarbeiträge verschwendet.

Wenn dann Ärztepräsident Montgomery fordert, dass die Industrie nur noch mit solchen Ärzten zusammenarbeitet, die der namentlichen Veröffentlichung der Zuwendungen zustimmen, wird es höchste Zeit, das Geschäftsmodell der Pharmaindustrie zu überdenken.

Am 27. / 28. Oktober treffen sich Entscheider und Gestalter aus Pharma-Unternehmen zum ersten Pharma-Colloquium. In dieser gemeinsamen DenkWerkstatt soll überlegt werden, wie die weitreichenden Fähigkeiten, das umfassende Wissen und die vorhandenen Ressourcen von Arzneimittelherstellern für eine bessere Patientenversorgung eingesetzt werden können.

www.Pharma-Colloquium.de

Versorgung chronischer Wunden weiterhin unbefriedigend. Bericht vom Wundkongress 2016 in Bremen

Bremen (ags) Die 26. Confernce oft the European Wound Management Association (EWMA 2016) und der Deutsche Wundkongress wurden in diesem Jahr gemeinsam in Bremen veranstaltet. Über 6000 Fachbesucher aus den Anrainerstaaten und Deutschland besuchten die dreitägige Veranstaltung. Ein Highlight stellte die Firma Crawford Healthcare Deutschland GmbH auf einer Pressekonferenz vor.

Die moderne Wundversorgung wird in Deutschland vielfach noch stiefmütterlich behandelt. Mehr als zwei Millionen Patienten mit chronischen Wunden sind auf die Hilfe speziell ausgebildeter Ärzte und Krankenpflegepersonal (sog. Wundmanager) angewiesen.

Die Wundspülung und Wundreinigung sind immer eine Herausforderung. Schließlich sollen die Wunde und die Umgebung frei von pathogenen Keimen gehalten werden. Zwischenzeitlich sind Substanzen und Produkte auf dem Markt, die den Ansprüchen der modernen Wundreinigung vollumfänglich genügen, so der Dermatologe und Wundexperte Dr. med. Thomas Eberlein aus Leipzig. KerraSol® von der Firma Crawford Healthcare Deutschland GmbH ist ein Produkt, das auf der ECA-Technologie basiert. Das heißt, durch eine elektrochemische Aktivierung einer Natriumchlorid-Lösung. Dabei ist sie von Ihren Grundbestandteilen zunächst einmal eine sehr gut beschriebene und sehr einfache Substanz. Die im Rahmen dieser elektrochemischen Aktivierungsprozesse sich bildenden Reaktionsprodukte werden seit langer Zeit für den medizinischen Einsatz verwendet, so Dr. Eberlein. Ein großes Problem waren immer die Stabilität und die Definition der einzelnen Bestandteile. Das Besondere an KerraSol® ist, dass es in dieser Substanzgruppe eine einmalige Haltbarkeit und Stabilität gewährleistet und dabei eine hervorragende Effizienz und damit sehr gute und absehbare Effekt aufweist, so der Wundexperte.

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Dermatologe und Wundexperte Dr. med. Thomas Eberlein            Foto: Jürgen Bause

 

In der Gruppe der Natrium-Chlorid-Elektrolyse-Lösungen nimmt KerraSol® einen vorderen Platz ein. Dies in Hinblick auf die bereits beschriebenen Eigenschaften. Dabei sind die Haltbarkeit nach Herstellung und nach Anbruch der Produkte und die Anwendung für den professionellen Anwender wie auch für den Patienten ganz bedeutsame Tatsachen. „Es geht ja auch darum, wie lange ich ein Produkt verwenden kann,“ betonte Dr. Eberlein. Da die Wundspüllösungen in der ambulanten Versorgung größtenteils vom Patienten selbst bezahlt werden müssen, hat das einen erheblichen ökonomischen Stellenwert. Wenn das Ganze noch mit einer exzellenten Effektivität verbunden ist, sind das positive Eigenschaften, die das besondere Produkt auszeichnen.
Versorgung chronischer Wunden weiterhin unbefriedigend

Seit Langem steht die ambulante Versorgung chronischer Wunden im Vordergrund der Diskussion, so Dr. Eberlein. Insgesamt ist die Versorgungssituation aber nach wie vor unbefriedigend. Es sind vor allen Dingen viele kleine banale Probleme, die auf eine Lösung warten. Das beginnt bei einer vernünftigen dekontaminierenden Wundreinigung und endet mit der Erfüllung grundlegender hygienischer Erfordernisse im Zusammenhang mit dem Verbandwechsel. Irgendwie versuchen die betroffenen Patienten sich an die chronische Wunden zu gewöhnen. Hervorstechende Eigenschaften von Wunden, wie Schmerzen, extreme Wundgerüche und unkontrollierte Exsudation belasten die Lebensqualität der Betroffenen und ihren Angehörigen erheblich. Es ist die Aufgabe, diese negativen Eigenschaften, die die Lebensqualität der Patienten beeinflussen, gut, schnell und effizient zu verbessern. Hier kann die ECA-Lösung einen sehr guten Beitrag leisten. Es haben sich Qualitätsstandards gebildet. Einerseits durch die Entwicklung einer S3-Leitlinie, zum anderen ist die Thematik auch immer mehr in den Fokus bei den Ärzten und Pflegepersonal gerückt.

MDK Arbeit der Krankenkassen gab nötigen Impuls

Ein Vorteil sieht der Wundexperte Dr. Eberlein durch die Tätigkeit der medizinischen Dienste (MDK) der Krankenkassen. Der Dienst überprüft das Vorhandensein der erforderlichen Qualifikation des Pflegepersonals systematisch. Eirichtungen der ambulanten und stationären Pflege müssen Fachkräfte für die ambulante Wundversorgung vorhalten. Das hat natürlich dem medizinischen Wissensstand bei der Wundversorgung einen Schub gegeben.P1000506

Dr. Eberlein bedauert, dass es bislang keine zuverlässigen guten Inzidenz- und Prävalenz-Daten über die Versorgung chronischer Wunden in Deutschland gibt. Man kann davon ausgehen, so der Experte, dass in Deutschland wahrscheinlich mehr als 2 Millionen Patienten mit chronischen Wunden und Wundheilungsstörungen gibt.

 

Bericht von der Pressekonferenz und Fotos Jürgen Bause

Neue EU-Datenschutzverordnung erfordert bereits jetzt richtiges Handeln

Tagung am 9.6.16 in München“ Datenschutz in der Medizin-Update 2016″

Selten standen Kliniken und andere medizinische Betriebe vor größeren Herausforderungen als heute: Erwartungen an hochwertige Behandlungsstandards, ausreichende Rentabilität und Erfüllung ständig wachsender Gesetzeswerke erfordern eine weitere Spezialisierung der verantwortlichen Führungskräfte. Die Aufmerksamkeit der Medien , Rankings, und Skandal-Berichterstattungen beeinflussen immer mehr den Weg zum Erfolg . Dies gilt auch für die Frage der Sicherheit von Patientendaten und  der damit einhergehenden Einhaltung des Datenschutzes insgesamt. Für jeden nachvollziehbar ist die kritische Situation, in der der Chirurg im OP sein Skalpell wieder beiseitelegen muss, weil die digitalen Patientendaten plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen: ein Computervirus hat die Klinik-IT lahmgelegt, wie jüngst an einem Krankenhaus in Neuss geschehen. Ein anderer Fall: durch die Sichtung von Protokoll-Daten des KIS in einer Klinik konnte festgestellt werden, dass  zahlreiche Mitarbeiter unberechtigt auf die Krankenakte einer in den Medien bekannten Patientin zugegriffen hatten.

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Der Datenschutz erhält zudem nun eine ganz neue Bedeutung durch die EU-Datenschutzgrund-Verordnung, die zwar erst ab 25.5.18 rechtswirksam wird, aber schon jetzt eine kontinuierliche Umstellung vieler Prozesse auf eine gänzlich neue Rechtslage erfordert.

 

unter der Schirmherrschaft der KV Bayern bietet in Fachvorträgen namhafter Experten einen Einblick in besonders aktuelle Problembereiche.

Alle Details finden sich unter

Tagungsprogramm UPdate

http://www.esturias.de/%C3%BCbersicht-09-06-2016/“

Jürgen Bause

Buchbesprechung „Die Gesundheitsdiktatur“

 

Jeder will etwas für seinen guten Lebensstil unternehmen, um ein eventuell noch besseres Leben zu führen. Helfen da Vitamine, Spurenelemente und die zahlreichen Produkte aus der Apotheke?

Gesundheitsapostel reden uns ein:“Wir sind zu dick, treiben zu wenig Sport, essen falsch. Das behaupten viele selbsternannte Gesundheitsexperten. Man denke nur an die Bücher über die Weizenwampe, Chia Samen usw. Fast monatlich wird ein neues Mittelchen oder ein neues Leiden von Geschäftemachern der Gesundheitsindustrie entdeckt.
Das Buch „Die Gesundheitsdiktatur“ von dem Mediziner Prof. Dr. Peter Nawroth will mit seinem Buch vor Geschäftemachern und leeren Versprechungen warnen.
Der Leser erhält 400 Seiten geballte recherchierte und fundierte Informationen. Beispiele: Sport treiben korreliert mit längerem Leben, geringerem Diabetes-Risiko, weniger Übergewicht usw. Fakt ist, dass die Aussagen nur auf Beobachtungsstudien aufbauen und signifikante Interventionsstudien mit harten Endpunkten fehlen. Eine Arbeit in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift Lancet hat beispielsweise ergeben, dass sich durch eine körperliche Inaktivität die Lebenserwartung gerade mal um 0,68 Jahre erhöht. Das ist nur ein Beispiel der zahlreichen Studien, die Nawroth erläutert. Der Leser kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sei es die Diabetes Typ 2, oder die Studien über die zahlreichen Vitamine, Omega-3-Fettsäuren usw. die der Körper angeblich zur Gesunderhaltung als Nahrungsergänzungsmittel benötigt.

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Der Buchautor ist ein renommierter Wissenschaftler an der Universität Heidelberg und hat die falschen Industrieversprechungen entlarvt. Denn Diät, Sport und Vitaminpräparate sollen uns Gesundheit garantieren. Mediziner, Ernährungsberater, Politiker, Apotheker und die Pharmaindustrie leben hervorragend davon. Professor Dr. Nawroth klärt auf. Er gibt Hinweise zur Orientierung im Dschungel der falschen Gesundheitspropheten.
Der Inhalt des Buches informiert und klärt unerschrocken auf. Man muss die 400 Seiten des Buches gelesen haben.
Ich empfehle das Buch für jeden Gesundheitsinteressierten. Beim Beherzigen des Inhaltes macht der Leser in kurzer Zeit den Apotheker arm.
Peter Nawroth: Die Gesundheitsdiktatur. gebunden 400 Seiten ISBN: 9783864703201; Plassen Verlag. Erschienen März 2016; Preis 24.99 Euro

Jürgen Bause